Die Bedrohung der Zukunft kommt von Cyberattacken. Auch Drohnen sind somit potenzielle Angriffsziele von Hackern. - © APAweb/REUTERS/EADS/Handout
Die Bedrohung der Zukunft kommt von Cyberattacken. Auch Drohnen sind somit potenzielle Angriffsziele von Hackern. - © APAweb/REUTERS/EADS/Handout

Hamburg. Der Chef der EADS-Rüstungs- und Sicherheitssparte Cassidian, Stefan Zoller, warnt vor Cyberattacken auf staatliche Behörden und Unternehmen. Nach den Anschlägen auf das World Trade Center vom 11. September 2001 sei die Bedrohungslage "Richtung Terrorismus" gegangen. "Die größte heutige Gefahr für unsere Sicherheit sind Hackerattacken aus dem Internet", sagte Zoller in der jüngsten Ausgabe der "Zeit".

 
Sensible Daten und deren Handhabung
Selbst im eigenen Unternehmen fühlt sich der Manager bedroht: "Es kommt vor, dass ich einen Anrufer abrupt beende, um zu verhindern, dass Geschäftsgeheimnisse in das Datennetz gelangen. Dennoch erlebe ich es auch in meiner Firma, dass empfindliche Daten über die Smartphones per E-Mail, SMS oder durch die Anrufe selbst transportiert werden."

  Zoller, dessen Unternehmen mit der deutschen Bundeswehr schon lange über den Kauf von Drohnen verhandelt, verteidigte den umstrittenen Einsatz unbemannter Flugzeuge: "Die Fähigkeiten solcher Systeme werden immer besser. Sie erzeugen ein Lagebild über ein gewisses Gebiet. Wie das eingesetzt wird, ist Sache der Nutzer." Er räumte allerdings ein, dass auch Drohnen zum Angriffsziel von Cyberattacken werden könnten: "Wie jede andere elektronisch gesteuerte Quelle auch."