Wien. Der beliebte Kartendienst Google-Maps verlinkt Orte mit ihren historischen Namen und sorgt damit für Kontroversen. So ärgert sich eine bayrische Gemeinde seit Jahren darüber, dass ein nahegelegener Gipfel aufscheint, wenn man über die Suchmaschine "Adolf-Hitler-Berg" eintippt. Auf der Karte selbst ist der Namen nicht vermerkt, aber allein die Verlinkung erzeugt eine ungewollte Verbindung.

  Aber auch anderswo fehlt es nicht an historischen Bezügen: So findet der Nutzer die russische Stadt Wolgograd auch unter dem Namen, den die Stadt während des Zweiten Weltkriegs trug: "Stalingrad". Das ostdeutsche Chemnitz lässt sich hingegen auch mit der Suche nach "Karl-Marx-Stadt" finden, wie der Ort bis nach der Wende hieß. In Wien kann man etwa bei der Suche nach dem 2012 umbenannten "Dr.-Karl-Lueger-Ring" den heute Universitätsring genannten Abschnitt der Ringstraße finden.