San Francisco/Seattle. Der Online-Riese Amazon plant ein Großprojekt für satellitengestützte Internetverbindungen. Der Konzern bestätigte am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP, mit dem Kuiper genannten Projekt sollten Hochgeschwindigkeits-Breitbandverbindungen für schlecht oder gar nicht an das Internet angeschlossene Regionen angeboten werden.

Das Vorhaben solle dutzenden Millionen Menschen einen Breitband-Zugang zum Netz ermöglichen.

Zuvor hatte die Technologie-Website "GeekWire" über das milliardenschwere Amazon-Projekt berichtet. Demnach sollen mehr als 3.200 Satelliten auf niedrige Erdumlaufbahnen gebracht werden, zwischen 590 und 630 Kilometer von der Erde entfernt.

Ein ähnliches Vorhaben hat bereits das Projekt OneWeb lanciert. Die ersten sechs Satelliten wurden Ende Februar ins All gebracht. Mehr als 600 weitere sollen folgen.

Jeff Bezos behält 75 Prozent der Aktien und Stimmrechte

Jeff Bezos behält nach seiner Scheidung die Kontrolle über den Online-Riesen. Seine Ex-Frau MacKenzie Bezos gab am Donnerstag über Twitter  bekannt, dass er im Rahmen der Trennung 75 Prozent der gemeinsamen Aktien und alle Stimmrechte erhält. Aus der Zeitung "Washington Post" und dem Weltraumunternehmen Blue Origin zieht sie sich ganz zurück. Jeff Bezos bedankte sich - ebenfalls auf Twitter - bei ihr für ihre Unterstützung und guten Willen. MacKenzies verbliebenen Amazon-Anteile sind etwa 36 Milliarden Dollar wert und damit mehr als der Börsenwert von eBay oder Twitter.

Die Scheidung nach 25 Jahren war im Januar bekanntgeworden. Seitdem haben sich Investoren gefragt, welche Folgen dadurch für die Eignerstruktur des weltgrößten Onlinehändlers entstehen würden. Das Scheidungsrecht im US-Bundesstaat Washington, wo das Paar mit seinen vier Kindern hauptsächlich lebt, sieht eigentlich vor, dass der während der Ehe erworbene Besitz gleich auf die Partner verteilt wird. (apa, afp, reuters)