Wien. Mysteriöse Computerausfälle in Wien führten zu Verzögerungen beim Ausstellen der EU-Wahlkarten. Zunächst wurde ein Hackerangriff auf das Computernetzwerk der Stadt Wien vermutet. Aus dem Innenministerium verlautete, dass eine Sachverhaltsdarstellung der Stadt Wien eingegangen war und das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung Ermittlungen aufgenommen habe, wie die "Presse" berichtete.

Laut Magistratsdirektion der Stadt Wien handelte es sich aber nicht um einen Hackerangriff, sondern eine DDoS-Attacke. Die Server waren dadurch vorübergehend nicht erreichbar. Es wurden aber keine Daten gestohlen worden. In den vergangenen Tagen habe es verstärkt Angriffe gegeben, die immer wieder zu Systemeinschränkungen geführt hätten, sagte eine Sprecherin der Magistratsdirektion.

Am Dienstag seien die DDoS-Angriffe dann "kumuliert" und hätten das System für rund eineinhalb Stunden lahmgelegt. Deshalb kam es Verzögerungen beim Ausstellen der EU-Wahlkarten: "Aber alle, die aufs Amt gekommen sind, haben eine Wahlkarte erhalten", erklärte die Sprecherin.

Jede größere Organisation sei mit derartigen Angriffen konfrontiert. Daher habe man auch entsprechende Vorkehrungen getroffen, hieß es. Diesmal sei nur besonders gewesen, dass die Schlagzahl derart hoch gewesen sei, dass das System zusammenbrach.