Ab Aschermittwoch bietet die katholische Kirche in Österreich während der Fastenzeit wieder eine SMS-Aktion mit Papstgedanken an. Bis zum Karsamstag erhalten Interessierte an den 40 Tagen der Fastenzeit kostenlos eine SMS mit Zitaten von Papst Franziskus, berichtete Kathpress. Dabei handelt es sich um Worte des Papstes bei verschiedenen Anlässen des vergangenen Jahres. Anmelden kann man sich per SMS mit dem Kennwort "PAPST" an die Telefonnummer 0664/6606651.

Die Katholische Kirche digitalisiert die Begleitung durch die Fastenzeit.
Die Katholische Kirche digitalisiert die Begleitung durch die Fastenzeit.

"Die täglichen Impulse des Papstes machen die Mitte des christlichen Glaubens an einen barmherzigen Gott deutlich und motivieren gleichzeitig zu einem positiven christlichen Leben", so der Medienreferent der Bischofskonferenz, Paul Wuthe, über das Ziel der Aktion. Diese "etwas andere SMS" verstehe sich als Einladung zur "Entschleunigung" und "Besinnung auf das Wesentliche". Themen seien die "großen Worte des Glaubens", wie Gott, Schöpfung, Nächstenliebe, Umkehr, Versöhnung, Gebet, Kreuz und Leben. "Papst Franziskus geht es um die Alltagstauglichkeit des Glaubens, und die bringt er in seinen Worten auf den Punkt", so Wuthe über die ausgewählten Zitate.

Keine Kosten für Zusendung

Die Zusendung der Kurzmitteilungen ist für den Empfänger mit keinen Kosten verbunden. Das SMS-Service funktioniert für alle Handys österreichischer Mobilfunkbetreiber. Nach der Anmeldung per SMS erhält man ab Aschermittwoch, 17. Februar, bis Karsamstag, 3. April, täglich außer sonntags ein Papst-SMS. Anmeldungen während der Fastenzeit sind laufend möglich. Die Papst-SMS-Aktion wurde erstmals im Vorfeld des Papstbesuches 2007 und in der Fastenzeit 2008 durchgeführt und nach einer Unterbrechung seit 2011 jährlich zur Fastenzeit. Informationen zur Aktion sind in der Fastenzeit unter www.katholisch.at abrufbar.

Die Corona-Pandemie hat auch Auswirkungen auf die Liturgie am Aschermittwoch, mit dem in der katholischen Kirche die Fastenzeit beginnt: So wird der Aschenritus heuer "wortlos und ohne Berührung" gespendet, wie es die vatikanische Gottesdienstkongregation weltweit festgelegt hat. Die Gläubigen erhalten daher laut Kathpress in diesem Jahr kein Aschenkreuz auf die Stirn, sondern es wird die Asche auf das Haupt gestreut. Für "Eilige" und Berufstätige, die keinen Gottesdienst besuchen können, gibt es heuer zahlreiche Angebote unter dem Motto "Aschenkreuz to go". Für sie werden Aschenkreuze unter Einhaltung der Corona-Sicherheitsbestimmungen etwa an Bahnhöfen oder Innenstadtplätzen gespendet.

Bei den Aschermittwoch-Gottesdiensten wird heuer außerdem eigens für alle an Corona Verstorbenen gebetet. Dies geschieht im Rahmen einer europaweiten Gebetsinitiative. Der Rat der Europäischen Bischofskonferenzen hat dazu aufgerufen, dass an jedem Tag der Fastenzeit je ein Land besonders für die Verstorbenen der Corona-Pandemie betet. Österreich ist gemeinsam mit Albanien gleich am Aschermittwoch an der Reihe. (apa)