Eine neue App soll die richtige Entsorgung von Verpackungen und ihren unterschiedlichen Bestandteilen leichter machen. Die "Digi-Cycle-App" der Firma Saubermacher und von Altstoff Recycling Austria (ARA) hat das Ziel, den Österreichern und Österreicherinnen die Handhabung der Mülltrennung besser zu vermitteln, wie aus einer Aussendung am Donnerstag hervorging. Nach wie vor würden zu viele Verpackungen im Restmüll landen.

Bis zu 18 Prozent an Abfällen kämen zudem fälschlich immer noch in die Gelbe Tonne bzw. den Gelben Sack. Seit Jänner können Verbraucher Verpackungen mit dem Smartphone scannen und erhalten über den sogenannten "Recycling-Guide" spezifische Trennanleitungen und den Standort der nächsten Sammelstelle. Der Plan sei, mit dem digitalen Belohnungssystem samt Prämien das Bewusstsein für fachgerechte Abfalltrennung und Klimaschutz zu erhöhen.


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Alles in den Gelben Sack

Seit 1. Jänner 2023 werden alle Kunststoffverpackungen wie etwa Joghurtbecher, Plastiksackerl oder Tuben gemeinsam mit Plastikflaschen und Getränkekartons österreichweit in der Gelben Tonne oder dem Gelben Sack gesammelt. 2025 ist dann die gemeinsame Sammlung von Kunststoff- und Metallverpackungen in ganz Österreich verpflichtend. Einige Bundesländer, etwa Wien, ziehen das bereits vor und sammeln bereits jetzt Metalle auch in der Gelben Tonne.

Laut ARA und Saubermacher mache die Vereinheitlichung die Abfalltrennung generell einfacher. Kurzfristig habe sich dazu aber erhöhter Informationsbedarf eingestellt. Bei Fragen, ob etwa der Joghurtbecher vor dem Recyceln auch ausgewaschen werden muss, soll die "Digi-Cycle-App" Abhilfe schaffen.

Die Applikation am Handy ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Konsumenten und Konsumentinnen erhalten nach dem Scan des Barcodes am Produkt Informationen zur richtigen Trennung und zu Abgabestellen in der Umgebung. Zudem soll ein Belohnungsprogramm die Motivation zum Recyceln weiter erhöhen, bei einem Quiz wird u.a. ein Klimaticket verlost.

"Unser Ziel ist, Abfalltrennung einfacher zu machen. Digi-Cycle zeigt für jedes hinterlegte Produkt die regional gültigen Hinweise zum richtigen Trennen und Sammeln. Der Standort-Finder mit über 10.000 Eintragungen unterstützt beim Auffinden der richtigen Sammelstelle, speziell für seltenere Entsorgungswege bzw. den Außer-Haus-Konsum", sagte "Digi-Cycle"-Geschäftsführerin Michaela Heigl. Denn das Mülltrennen ist in Österreich nach wie vor regional unterschiedlich geregelt. Namhafte Unternehmen unterstützen die Initiative und drucken Trennhinweise direkt auf ihren Produkten ab. Umfragen hätten laut der Aussendung gezeigt, dass vor allem bei Jüngeren das Wissen rund um die richtige Trennung von Müll noch ausbaufähig ist. (apa)