Tokio. Der Elektronik-Riese Sony wurde erneut gehackt. Dabei sind 93.000 Konten von Online-Diensten betroffen. Welche Daten hierbei kopiert wurden, ist noch nicht bekannt – Sonys Sicherheits-Chef Philip Teitinger teilte mit, dass keine Kreditkarteninformationen gestohlen wurden. Die gehackten Konten wurden sofort gesperrt, weitere Angriffe konnten erfolgreich abgewehrt werden. Betroffene Nutzer werden beim nächsten Login in einen Sony-Service (PlayStation Network oder SOE-Musikdienst) aufgefordert, das Passwort zu ändern. Von wo die Sony-Server ausgeforscht wurden, bleibt bisher unklar.

Erst im April dieses Jahres wurde Sony Opfer eines großangelegten Hacker-Angriffes, bei dem über 77 Millionen Nutzerkonten betroffen waren – über 10 Millionen davon enthielten Kreditkarten-Nummern der Kunden. Sony geriet in Kritik, da die betroffenen Systeme erst Tage nach der Attacke ohne offizielle Begründung abgeschaltet wurden. Erst eine Woche nach den unbefugten Zugriffen wurde der Vorfall bekanntgemacht. Fast einen Monat lang wurden sämtliche Funktionen der Online-Services eingestellt und mit neuen Sicherheitsmaßnamen versehen. Diese scheinen nun zumindest halbwegs zu funktionieren, laut Teitinger waren nur 0,1 Prozent aller Nutzerkonten betroffen. Auch die schnelle Bekanntmachung auf der Sony-Seite wurde von der Community positiv wahrgenommen.


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Sonys Bekanntmachung des Hacks
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