Wer nicht gefälscht wird, ist nicht prominent. So kann man das Gerangel um offizielle, halboffizielle und gekaperte Accounts auf Facebook, Twitter & Co zusammenfassen. Bundeskanzler Werner Faymann wurde schon vor seinem Auftritt auf den populären Kanälen gefälscht. Allerdings werden die gefakten Accounts nicht mehr genutzt.

Nach der Ankündigung, der Kanzler werde ab dem Nationalfeiertag via Facebook und eine App für iPhone und Android kommunizieren, tauchte augenblicklich ein @drwernerfaymann bei Twitter auf. Der wurde freilich schnell gesperrt, ebenso wie ein falscher @drspindelegger übrigens.

Für mehr Aufregung sorgt eine Parodie namens "Werner Failmann" (mit dem Bild des Kanzlers) beim Zwitscherdienst. Der kam immerhin schon zur Ehre zum Chat des Standard eingeladen zu werden. Dass hinter dem Pseudonym Claus Pándi, Innenpolitik-Chef der Kronenzeitung, stecken könnte, wie einige Leser vermuten, ist allerdings unwahrscheinlich. Der müsste eine überraschend große Portion Selbstironie aufbringen, um solche Tweets zu verfassen: "Ich würde so gerne eine Kolumne schreiben in der Krone. Oder auch in einer Zeitung, wenns sein muss."

Faymann persönlich ist übrigens auf Twitter gar nicht geplant. Es wird dort nur kurze Informationen aus dem Bundeskanzleramt geben. Um so ausführlicher soll Facebook genutzt werden, heißt es aus der Umgebung des Kanzlers. Wie die Wiener Zeitung Online berichtete, werden die Mitarbeiter den Großteil der Kommunikation übernehmen, die über Faymann schreiben. Weiters wird es einen eigenen Kanal auf YouTube geben.