Wien. 1996 gelang es dem IBM-Schachcomputer "Deep Blue" als erstem Rechner der Welt, den amtierenden Schachweltmeister Garri Kasparow zu schlagen. Beim Identifizieren von Bäumen sind die Computer noch weit davon entfernt, dem Menschen den Rang abzulaufen.

Ursprünglich wollten die Bundesforste gemeinsam mit Experten des Instituts für rechnergestützte Automation der TU Wien eine "App" für Smartphones entwickeln. Damit sollte es jedem Waldbesucher möglich sein, mittels Handy einen Baum zu bestimmen und Informationen zur Baumart zu erhalten. Doch "trotz umfangreichen Testmaterials und unterschiedlich angewandter Methoden konnte der Computer Nadeln, Blätter und Borke auch nach einer längeren Testphase nicht einwandfrei erkennen", so Institutsleiter Robert Sablatnig.


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Quiz Baumwissen
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Das in Zusammenarbeit von Österreichischen Bundesforsten (ÖBf) und Wissenschaftern der Technischen Universität (TU) Wien entwickelte Programm "Deep Green" unterlag Waldexperten beim Baumerkennen, teilten die Bundesforste am Dienstag in einer Aussendung mit. Ein Förster und eine Biologin der Bundesforste reüssierten mit ihrem Erfahrungswissen gegenüber der Maschine. "Dem Computer fehlt das Kontextwissen und Zusatzinformation wie Holzfarbe, Bodenbeschaffenheit oder Knospe", so ÖBf-Vorstand-Georg Erlacher.

Im Internet kann man das eigene "Baumwissen" testen: Anlässlich des "Internationalen Tag des Waldes" am Mittwoch, den 21. März haben die ÖBf das Quiz "BAUMwissen" freigeschaltet. Damit kann man im Internet gegen "Deep Green" antreten. Zwölf heimische Baumarten muss man anhand von Blättern, Nadeln und Borken erkennen.