Brüssel. EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ist Opfer von Hacker-Angriffen geworden. Die E-Mails von Van Rompuy wurden nach Angaben der Online-Ausgabe des EU-Observer vom Dienstag an vier Tagen im Juli gestohlen, und zwar am 8., 11., 13. und 18. des Monats. In diese Zeit fielen demnach auch sensible Verhandlungen der EU mit Griechenland angesichts der immer größer werdenden Schuldenkrise des südlichen Euro-Landes.

Die Cyber-Kriminellen hackten auch die Accounts des obersten Terrorismus-Experten der EU, Gilles de Kerchove, sowie einiger weiterer hochrangiger Experten der Europäischen Union. Der Hacker-Angriff wurde vergangene Woche von amerikanischen Cyber-Sicherheitsfirmen aufgedeckt. Sie äußerten die Vermutung, dass es Verbindungen der Kriminellen - die Namen der Hacker wurden mit "Comment" und "Byzantine Candor" angegeben - zur chinesischen Regierung gebe. China hat zuletzt mehrmals Vorwürfe über Cyber-Spionage zurückgewiesen.