20.000 Kalorien. 60.000 Kalorien. 100.000 Kalorien. 138.000 Kalorien. Der Zähler bleibt stehen. Der Hamburger wiegt 25 Kilogramm  Was nach einem genüsslichen Herzinfarkt klingt, ist ein YouTube Video der kanadischen Männertruppe Epic Meal Time. Sie filmen sich einmal pro Woche beim Zubereiten und Verspeisen von gigantischen Gerichten und erreichen damit im Schnitt vier bis fünf Millionen Klicks pro Video.

Mit Internetvideos Geld verdienen?
Google, seit 2006 Besitzer von YouTube, hat eine einfache, aber wirksame Idee umgesetzt, daraus wurde das sogenannte Partnerprogramm. Kreative Filmer, die regelmäßig Videos hochladen, ein paar tausend Klicks und Abonnenten haben, sind mögliche Partner. Keine Urheberrechtsverletzungen und keine realen Gewalt-, oder Nacktszenen, von hier an sind der Kreativität aber keine Grenzen gesetzt. Daraus haben sich viele Formate entwickelt, die mit dem klassischen Fernsehen nichts mehr gemein haben. Kurze Sendungen, die kaum länger als 10 bis 15 Minuten sind, mehrmals pro Woche oder Monat veröffentlicht. Schminkanleitungen, sprechendes Obst, Rap-Battles zwischen Albert Einstein und Stephen Hawking, kurze Actionfilme und Sketches erreichen ein Millionenpublikum. Das ist nur eine kleine Auswahl, was YouTube zu bieten hat.


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Epic Meal Time
Ray William Johnson
Michael Buckley
Shay Carl
Philipp DeFranco
SourceFed
Ach ja, es fehlen noch:
Eine Katze
und
ein Hund.
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Werbefianziertes Geschäftsmodell
Ist man einmal ein YouTube Partner, wird bei jedem Video Werbung geschalten. Die Erlöse davon werden dann zwischen dem Partner und YouTube aufgeteilt. Im kleinen Rahmen bringt das natürlich wenig, doch vor allem im englischsprachigen Raum gibt es viele YouTuber, die davon sehr gut leben. Bestes Beispiel ist

Ray William Johnson, ein 30-jähriger US-Amerikaner aus Los Angeles. Er ist die weltweite Nummer eins auf YouTube mit 5,6 Millionen Abonnenten und fast 2 Milliarden Klicks. Sein berühmtestes Format ist eine 5-minütige Sendung, genannt Equals Three. Jeden Dienstag und Freitag kommentiert er drei Videos, die gerade populär sind. Auf den ersten Blick nichts Besonderes, seine lustige Art und Konsequenz begeistern aber.

Es geht aber auch verrückter, wie Kyle Myers beweist. Der 26-jährige aus dem US-Bundesstaat Georgia zerstört einmal pro Woche möglichst viel, möglichst laut mit möglichst großen Waffen. Zu seinem Arsenal zählen Raketenwerfer, Flammenwerfer, Mörser, automatische Gewehre, Scharfschützengewehre, sogar einen Panzer hat er einmal vorgeführt. In dem Kommentare wird zwar oft gefragt, wie eine Privatperson an solche Waffen kommt, aber die amerikanischen Gesetze scheinen sich nicht daran zu stören.