Es ist die Dekade des Musik-Streamings.

- © Flickr, User: all that improbable blue
Es ist die Dekade des Musik-Streamings.
- © Flickr, User: all that improbable blue

Wien. Musik-Streaming wird in den kommenden Jahren hoch im Kurs liegen, bescheinigte eine kürzlich in Deutschland durchgeführte Studie der Unternehmensberatung PwC. Die Prognose scheint auch auf den österreichischen Musikmarkt zuzutreffen. Die Streaming-Umsätze am haben sich hierzulande im ersten Halbjahr 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht. "Durch diese rasante Entwicklung sind Streaming-Angebote binnen kurzer Zeit zu einem wesentlichen Standbein der Musikwirtschaft aufgestiegen. Bereits jeder sechste am Online-Musikmarkt erwirtschaftete Euro stammt aus Streaming-Einnahmen", hieß es am Freitag in einer Aussendung des Verbands der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria).

"Noch viel Potenzial"

Der Umsatz durch Streaming-Dienste betrug in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zwar nur 2,5 Millionen Euro, doch sorgen Downloads und Streaming laut IFPI Austria bereits für ein Viertel der gesamten Musikumsätze: "Streaming-Angebote wie Spotify, Simfy, Deezer oder Juke erfreuen sich massiv steigender Beliebtheit bei österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten." In Schweden – dem Heimatland von Spotify – betrage der Anteil von Streaming bereits 70 Prozent der Gesamtumsätze, hieß es. Franz Medwenitsch, Geschäftsführer von IFPI Austria, ortet daher in Österreich "noch viel Potenzial".

Der heimischen Musikmarkt war im ersten Halbjahr 2013 allerdings um zwei Prozent rückläufig. Im gesamten Jahr 2012, in dem 160 Millionen Euro Gesamtumsatz verzeichnet wurden (davon 26,5 Millionen am Online-Musikmarkt), hatte der Rückgang allerdings sogar 8 Prozent betragen.