Überall kann man die Lobeshymnen auf die App Quizduelle lesen, - freilich stets von Testern, die gerade einmal ein paar Runden gespielt haben. Wer die App länger benutzt, staunt hingegen ob der Ignoranz der Betreiber:

1. Germanozentrismus: "Wie heißt die höchste Erhebung des Mittelgebirges Rhön?" "Welcher der folgenden Orte liegt auf Rügen?" Liebe Quizmacher, die Kategorie heißt Rund um die Welt und nicht Morgen gehört uns die ganze...

2. Germanopathie: Die Nabelbeschau der Teutonen setzt sich Bereichen wie Sport, Medien und Filme fort. Vor 40 Jahren hätte man das großmannsüchtig genannt, vor 20 Jahren kleinkariert, und heute ist es nur mehr peinlich.

3. Ignoranz, die erste: Immer wieder stößt man auf fehlerhafte oder in einem agrammatischen Deutsch gestellte Fragen. Schön, man kann sie beanstanden. Aber was machen eigentlich die Menschen, die die Fragen auswählen?

4. Ignoranz, die zweite: Vielleicht gibt es ja gar keine Redaktion. Zumindest habe ich noch niemand getroffen, dessen Fragevorschläge berücksichtigt worden wären. Möglicherweise dient die Funktion Fragen schreiben ausschließlich der Beschäftigungstherapie.

5. Keine Transparenz: Dass die gewonnenen/verlorenen Punkte vom Rang des Gegners abhängig sind, ist schon in Ordnung. Jedoch führt das Prinzip dazu, dass man nach einiger Zeit pro Sieg +1, pro Niederlage aber -9 kassiert. Ranglisten zum Abrufen gibt es nicht (außer den Top 50 von 14 Millionen). Wer also gleichwertige Gegner sucht, ist auf Zufälle angewiesen.

6. Ignoranz, die dritte: Neuerungen, Erweiterungen, zusätzliche Kategorien, vielleicht sogar grafische Aufgaben, all das würde man angesichts des Erfolges erwarten. Bloß, es passiert halt nicht.