Seit der Eintragung der Marke Scrabble 1948 wurden weltweit über 100 Millionen Sets verkauft. Eine Portierung auf iPad und iPhone war daher naheliegend - und ein Ersatz für die mit Magneten ausgestatteten Reiseausgaben des Spiels. Wenn die Umsetzung dann noch von Electronic Arts (EA) übernommen wird, sollte eigentlich nichts schief gehen.

Möchte man meinen.

Zunächst wirkt alles vertraut. Spielfeld und Steine entsprechen der analogen Ausgabe, und zur Vermeidung von Streitigkeiten rechnet die App nicht nur die Werte aus sondern prüft auch gleich die Zulässigkeit von Begriffen. Nach welchen Kriterien dies geschieht, bleibt offen. Während der ZEHENT abgelehnt wird, gelten MECHT und KÄUTE als Wörter der deutschen Sprache. Dem Duden sind sie allerdings nicht bekannt.

Wer sich das Spiel davon nicht vermiesen lässt, kann mit der kostenlosen Fassung parallel gegen 50 Gegner antreten. Die Zeitbeschränkungen sind äußerst großzügig und kommen der Realität des Berufslebens entgegen. Wer innerhalb von 24 Stunden einen Zug macht, bleibt dabei. Nach einem Tag kann man inaktive Spielern eine Erinnerung senden, nach 48 Stunden das Spiel abbrechen.

Als angemeldeter Spieler hat man auch in der kostenlosen Version eine praktische Spieleverwaltung samt Statistik zur Hand. Wenn man allerdings darauf verzichtet, sich über Facebook einzuloggen - und wer will das schon - kann man sich alternativ mit einem Spielernamen beim EA-Portal Origin registrieren. Dieses loggt einen allerdings regelmäßig aus, und man darf dann zum x-ten Mal den Usernamen und das Passwort in ein winziges Feldchen auf dem iPhone eingegen.

Fazit: Ein netter Begleiter für lange Zugfahrten, aufgrund der Schlampigkeiten aber ein Ärgernis für echt Scrabble-Fans.