Everplaces im Web (oben) und auf dem iPhone.
Everplaces im Web (oben) und auf dem iPhone.

Als soziale Plattform wirbt Everplaces mit der Aussage "find the best places to sleep, eat and play". Klarerweise kann man das mit den entsprechenden Apps auch unterwegs. Die Ausbeute ist allerdings zwiespältig: Die besten Tipps findet man zu den beliebtesten Reisezielen und zu großen Städten. Gerade dafür existieren allerdings auch gut recherchierte und aktuelle Reiseführer in gedruckter und elektronischer Form.

Abseits der Hauptdestinationen sind die Informationen hingegen wesentlich spärlicher als in jedem Guide. So finden sich zur kretischen Hafenstadt Chanià gerade einmal vier Einträge. Die indische Kleinstadt Raxaul, ein wichtiger Umsteigeort mit einem großen Bahnhof an der Grenze zu Nepal, wird überhaupt nicht behandelt.

Vermutlich sind in den Tiefen des grafisch ansprechenden und einfach zu bedienenden Dienstes noch mehr Informationen versteckt, an die man erst kommt, wenn man sich den richtigen Leuten folgt. Die muss man allerdings erst ausfindig machen. Und das ist dann doch wieder zuviel Aufwand, wenn man gerade im Zug von A nach B sitzt und über B Informationen einholen möchte.

Somit kann man Everplaces bestenfalls als eine Art Reisetagebuch verwenden (wofür es aber bessere Lösungen gibt) oder als ergänzende Quelle zu den touristischen Zentren der Welt. Individualreisende können sich die Installation des Programms sparen.