Seattle. Am 1. August 1988 stellte der damalige Microsoft-Chef und Gründer Bill Gates auf der COMDEX in Las Vegas ein neues Softwarepaket seines Unternehmens vor. Unter dem Namen "Microsoft Office" sollte eine Sammlung unterschiedlicher Produkte erscheinen, die den Alltag im Büro erleichtern und verbessern sollten.

Egal wie man es als AnwenderIn sieht und ob Microsoft seinem Anspruch von vor 25 Jahren in allen Punkten gerecht wurde, fix ist, der Softwarekonzern hat mit seinem Office die Arbeitswelt nachhaltig verändert. Und selbst wenn es immer wieder Alternativen gab und gibt, zum Jubiläum kann Microsoft immer noch auf seine Cashcow zählen.

Immer mehr Anwendungen

In der ersten Version von Microsoft Office fanden sich drei Programme: das Textverarbeitungsprogramm Word, die Tabellenkalkulation Excel und die Präsentationssoftware PowerPoint.

Der offizielle Verkaufsstart war im Übrigen erst im Oktober 1990. Im Lauf der Zeit kamen immer neue Dienste und Produkte hinzu. Egal, ob es sich um Verbesserungen und neue Funktionen oder neue Layouts der Programme oder wirklich neue Lösungen handelte. Mit jeder neuen Version gab es auch immer wieder interessante Diskussionen.

Und auch wenn es Programme, wie OpenOffice oder Apples Büropaket gibt, so ist Office mit einer AnwenderInnen-Basis von rund einer Milliarde Menschen immer noch deutlicher Marktführer. Nicht nur auf dem eigenen Betriebssystem, sondern auch auf Handys von Mitbewerbern konnte Microsoft seine Lösung platzieren.

Von Papier zum Tablet
Ein digitaler Dinosaurier feiert Geburtstag: Am 1. August 1989 brachte Microsoft erstmals sein Büropaket Office auf den Markt. Darin bündelte der Konzern die Textverarbeitung Word, die Tabellenkalkulation Excel und die Präsentationssoftware PowerPoint sowie Mail erstmals in einem Paket. Die Version war für Apples Mac-Computer gedacht - die erste Windows-Variante folgte erst im November 1990.

Diese Entscheidung zeugt von den damaligen Kräfteverhältnissen im PC-Markt. Und auch die Preise lagen in einer ganz anderen Liga als heute: Zum Start bewarb Microsoft das Paket mit einem Sonderangebot von 849 Dollar (aktuell 632 Euro) statt der gut 1.300 Dollar, die man für die vier Programme zusammen sonst hätte zahlen müssen.

Das Jahr 1989 liegt ein Vierteljahrhundert zurück - für die Computerbranche eine Ewigkeit. Damals feierte der Telekomstandard ISDN auf der CeBIT Premiere, die von Bundeskanzler Helmut Kohl eröffnet wurde. Laptops gab es zum Preis ab 16.000 DM (rund 8.180 Euro). Intels 386er Prozessor stellte mit einer Taktfrequenz von 33 Megahertz neue Geschwindigkeitsrekorde auf und Steffi Graf und Boris Becker verschafften Deutschland in Wimbledon kurz zuvor einen Doppelsieg.