Wien. Wer kennt das nicht? Gerade war der Schlüssel noch da, schon ist er weg. Gestern Abend hatte man das Auto doch sicher an dieser Stelle geparkt, doch warum ist es am Morgen nicht mehr zu finden? Sofern nicht übermäßiger Alkoholkonsum oder schwere Demenz daran schuld tragen, können eine Reihe neuer Apps für Smartphone und Computer helfen, die Dinge wieder zu finden. 
Ein Plättchen, Alles zu finden
Eine dieser neuen Anwendungen hört auf den Namen "Tile" und soll nicht nur Geldbörsen, Schlüssel oder Autos aufspüren helfen, auch entlaufene Haustiere lassen sich damit wiederfinden. 
Die iPhone-Applikation besteht aus einer Anwendung für das Smartphone und kleinen, batteriebetriebenen Plättchen, die sowohl eine Ortung über eine Landkarte, als auch über Töne ermöglichen.
"Wie kann man heute noch Dinge suchen?" "Mit all dieser Technologie um ins herum, wie ist es da überhaupt noch möglich, dass wir Dinge verlieren", meint Nick Evans, Geschäftsführer von Tile, mit Sitz in San Mateo, Kalifornien. Die "Tile"-Plättchen setzen auf Bluetooth-Technologie und können so Dinge in einem Umkreis von 15 bis 30 Metern lokalisieren. Sollte der Gegenstand weiter entfernt sein, so wird sein letzter abgespeicherter Platz angezeigt. Die Kraft der Gruppe wird ebenfalls genutzt. In einer Form des Crowdsourcing werden alle Tile-AnwenderInnen zur Suche nach Objekten eingesetzt und zeigen dem Suchenden den Ort seiner verlorenen Dinge an, sehen jedoch selbst nicht, was die Betroffenen  suchen. "Chipolo" als Alternative Auf ein ähnliches Prinzip setzen die EntwicklerInnen von "Chipolo". Diese App für iPhone und Android bedient sich ebenfalls eines Tags, der helfen soll, die verlorenen Dinge aufzuspüren. AnwenderInnen erhalten zudem eine Benachrichtigung, wenn sich die geschützten Objekte aus ihrer Distanz entfernen. Doch treiben die neuen Technologien natürlich leider auch immer seltsame Blüten. "In Japan haben einige unserer AnwenderInnen ihre Kinder mit unseren Tags ausgestattet, um so informiert zu werden, wenn diese den Spielplatz verlassen", soTadej Jevsevar, Mitbegründer vom slowenischen Chipolo. Beide Anwendungen wurden über die Crowdfunding-Plattform "Kickstarter" gestartet und sind weltweit verfügbar. Preislich bewegt man sich bei 19,99 Dollar ("Tile") oder 29,99 Dollar ("Chipolo").


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Tile
Chipolo
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