Www. Alles hat ein Ende, auch und gerade in der IT-Branche. Kaum hat man sich an ein Betriebssystem, einen Browser oder eine App gewöhnt, schon ist sie wieder veraltet. Oder aber, was in vielen Fällen noch schlimmer wiegt, nicht mehr verfügbar und man muss mit Neuerungen und Ändeurngen Leben lernen.

Technikaffine Menschen mögen an diesem schnellen Wandel ihren Gefallen finden, für viele Durchschnittsanwender bedeutet es eine Abkehr des Bekannten und damit oft auch Verwirrung. Und da diese gerade bei Programmen, die häufig verwendet werden, besonders groß ist, wird es nun wieder einmal Zeit für einen Umstieg und ein Umgewöhnen.

Ab sofort wird es nämlich von Seiten des US-Softwarekonzerns Microsoft keine Unterstützung mehr für ältere Versionen des Web-Browsers Internet Explorer und für das Betriebssystem Windows 8 geben. Dies bedeutet, dass keine Sicherheitslücken mehr geschlossen und keine Updates mehr unter Windows 7 aufwärt ausgeliefert werden. Anwender müssen sich daher nach Alternativen umsehen. Dies bedeutet im aktuellen Fall den Wechsel auf Windows 8.1 oder Windows 10, sofern man nicht mit anderen Betriebssystemen, wie Linux oder Apples MacOS, leben kann und will, oder einen Umstieg auf den Internet Explorer 11, Edge oder alternative Angebote, wie Firefox, Chrome, Opera und Co.

Tot - oder zumindest fast

Vom Support-Ende betroffen sind die Versionen 8, 9 und 10 des Internet Explorers. Die elfte Ausgabe des Web-Browsers ist zwar noch verfügbar, doch das endgülrige Ende der Software ist besiegelt. Microsoft hat mit "Edge" ein neues Produkt ins Rennen geschickt. Da Todgesagte aber bekanntlich dann doch noch immer ein bisschen weiter dahin vegitieren, gibt es ein paar Ausnahmen: Für ältere Betriebssysteme wie etwa Windows Vista gibt es nämlich ausschließlich den Internet Explorer 9 und daher werden nur hierfür weitere Updates erscheinen. Doch auch in diesem Fall gibt es bereits ein Ablaufdatum, nämlich dann, wenn Windows Vista nicht mehr unterstützt wird, dies sollte am 11. April 2017 der Fall sein. Für Unternehmenskunden mit laufenden Supportverträgen wird der IE9 im Zusammenspiel mit Windows Server 2008 Service Pack 2 unterstützt werden.

Die Einstellung des Support für die genannten Versionen sorgt nicht nur für Freude. Aus Sicht von Sicherheitsexperten sei es insofern problematisch, da immer noch weltweit rund 20 Prozent der Internet-Nutzer mit einer der betroffenen Versionen im Netz unterwegs sind. Laut Schätzungen sollen es rund 300 Millionen Anwender sein, die den IE in Version 7, 8, 9, oder 10 nutzen. Es gibt sogar noch Nutzer der lange schon nicht mehr unterstützten Version 6.

Windows 7 auf eigene Gefahr

Von Seiten Microsoft heißt es zudem, dass Windows 7-Nutzer nur mehr auf eigene Gefahr mit dem Betriebssystem unterwegs sind, da es eben nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik sei. Da nun auch Windows 8 nicht mehr unterstützt wird, ist der Umstieg auf aktuelle Software ratsam, so der Konzern. Diese Aussagen, die Microsofts Marketin-Chef Chris Capossela im Gespräch mit Windows Weekly geäußert hat, stoßen nicht nur auf Zuspruch. Viele Anwender und Experten sehen WIndows 7 durchaus noch als nutzbar und sinnvoll an, immerhin habe es auch noch entsprechende hohe Verbreitung.

Allerdings ist das Lebensende für Windows 7 noch nicht erreicht, offiziell soll es eigentlich noch bis 14. Jänner 2020 Sicherheits-Updates geben. Für Windows 8 beziehungsweise das Update 8.1 wird es noch bis 10. Jänner 2023 Unterstützung geben und Anwender des empfohlenen Windows 10 werden mit offiziellem Support noch bis 14. Oktober 2025 rechnen können.