Hustenzuckerl statt Hühnersuppe: Alexa weiß, was seine Userin wirklich braucht. - © US-Patentamt, Patent US010096319
Hustenzuckerl statt Hühnersuppe: Alexa weiß, was seine Userin wirklich braucht. - © US-Patentamt, Patent US010096319

Seattle. Alexa, der Lautsprecher von Amazon, der hören kann, war schon immer für Überraschungen gut. Der "intelligente" persönliche Assistent kann auf Zuruf News abrufen, Musik abspielen, andere Geräte steuern oder sogar den Besitzer: "Alexa, wecke mich morgen um 6:00 Uhr auf." Der elektronische Butler könnte auch den passenden Wein zum Dinner empfehlen, Druckerpatronen nachkaufen oder das Wetter vorhersagen. Nun soll Alexa auch noch Doktor spielen.

Laut einem Bericht des britischen "Telegraph" wurde einem Patentantrag von Amazon stattgegeben, in dem beschrieben wird, wie Alexa durch Stimm- und Sprachanalyse auf den Gesundheitszustand seiner Besitzer schließt. Und gleich auch noch die passenden Medikamente empfiehlt.

Im Patentantrag wird der Ablauf der Interaktion in Comic-Manier beschrieben. Eine Frau verrät Alexa: "Ich habe Hunger." Und schnieft und hustet dabei. Sobald Alexa solche Anzeichen von seelischen oder körperlichen Symptomen bemerkt, wird an passender Stelle in der Konversation zielgerichtete Audiowerbung an den Benutzer gerichtet werden: "Ach übrigens, soll ich Hustenzuckerln bestellen?"

Nicht nur simple Erkältungskrankheiten sollen automatisch diagnostiziert werden, auch depressive Gemütszustände soll Doktor Alexa registrieren können. Amazon bekam das Patent mit der Bezeichnung Voice-based Determination of physical and emotional Characteristics of Users nun offiziell zugesprochen. Ob Amazon seine Alexa-Software tatsächlich mit den neuen Algorithmen ausstattet, steht noch nicht fest.