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Das Personal der Bundesverwaltung ist überaltert.

Das Durchschnittsalter beträgt 46 Jahre, in der Privatwirtschaft hingegen bloß 38,5 Jahre.

45% der Bediensteten sind im Bund über 50 Jahre alt, im Vergleich zu 27,5% im Erwerbssektor insgesamt.

Die Überalterung ist bei Maturanten und Akademikern besonders ausgeprägt.

Für den Erfolg einer langfristigen Digitalisierungsstrategie ist es somit von zentraler Bedeutung, einerseits ältere Mitarbeiter zu Formen des E-Governments zu motivieren und zu befähigen, andererseits die richtigen jungen Menschen für eine Tätigkeit im öffentlichen Sektor zu gewinnen.

Welche Menschen treten derzeit in den Arbeitsmarkt ein bzw. werden dies in den nächsten Jahren machen? Ein gängiger Ansatz ist, zwischen den Generationen X, Y, Z zu unterscheiden. Nach der Generation X ("Generation Golf"), den derzeit 30- bis 50-Jährigen, die Arbeit als Mittel zum Zweck eines materiell gut abgesicherten Lebens ansehen, hat die zwischen 1980 und 2000 geborene Generation Y, auch als Millennials bezeichnet, besondere Ansprüche an die Unternehmen. Sie sollen Arbeit anbieten, die Sinn macht und Abwechslung bietet. Der Wunsch nach Selbstverwirklichung wird mit der Bereitschaft, in Teams zu arbeiten, und mit hoher Vernetzung in Sozialen Medien kombiniert. Millennials erwarten großen Freiraum für Privates, sind aber auch bereit, bei Bedarf in der Freizeit zu arbeiten.

Die zwischen 1995 und 2010 geborene Generation Z, die in den nächsten Jahren in den Arbeitsmarkt eintritt, hat die Digitalisierung des Alltags bereits weitestgehend in ihr Leben integriert. Bei ihr haben feste Abgrenzungen und klare Strukturen wieder mehr Stellenwert. Die Jungen haben einen großen Wunsch nach freier Entfaltung, sind sich aber auch ihrer unsicheren Zukunft bewusst. Den Wohlstand ihrer Elterngeneration werden sie nicht erreichen, dafür können sie sich ungebremst und nach allen Richtungen entfalten.

Das führt bei vielen auch zu einer Ratlosigkeit und einem Ausprobieren, welche Wege passen könnten. Diese plakativen Zuschreibungen sind das Ergebnis sozialwissenschaftlicher Forschung. Sie sollen jedoch nicht den Blick darauf verstellen, dass es in jeder Generation eine große Streuung von Einstellungen und Lebensstilen gibt. Dies ergibt sich aus den Sinus-Studien, in Österreich vor allem durch Integral durchgeführt. Deren Sinus-Milieu® Jugendstudie 2016 ergab bezüglich der 14 bis 29 Jährigen unter anderem Folgendes:

20% sind Digitale Individualisten: die erfolgsorientierte Lifestyle-Elite auf der Suche nach unkonventionellen Erfahrungen.