- © EA/Screenshot
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Wien. (dab) Das Leid des einfachen Soldaten, das Elend der Zivilbevölkerung: Nicht nur Nischenspiele wie "11-11: Memories Retold" nehmen sich des Schreckens des Krieges an. Auch Blockbusterspiele versuchen vermehrt, das Grauen einzufangen.

In der Einzelspielerkampagne des Shooters "Battlefield 5", der im Zweiten Weltkrieg spielt, schlüpft man in die Rolle von einzelnen Soldaten und durchlebt ihre Hoffnungen und Ängste. Das Spiel bietet drei kleinere Geschichten an, in denen jeweils der Weg einer Figur während des Kriegs verfolgt wird.

Eine Episode entführt beispielsweise in die Provence: Dort spielt man 1944 einen schwarzen Soldaten aus den französischen Kolonien, der gegen die Nazis kämpft. Die anderen Franzosen halten Distanz zu ihm und betrachten ihn nur mit wenig Wohlwollen. Doch der mutige Soldat beweist, dass er imstande ist, weit mehr als seine ihn belächelenden Kameraden zu vollbringen.

Ungenütztes Potenzial

Die Technik und Möglichkeiten, um eine imposante Antikriegsgeschichte zu erzählen, hätte "Battlefield 5". Eine umfassende Behandlung des Krieges Schrecken findet in den kurzen Geschichten aber nicht statt. Sie bieten Momentaufnahmen, die aufgrund der platten Dialoge und vorausschaubaren Handlung zumeist oberflächlich bleiben. Im Kern bleibt das Spiel ein gut spielbarer Multiplayer-Shooter, der mit einer detailreichen Grafik überzeugt.

Ein ausführlicher Test zum "Multiplayer"-Modus erscheint nächste Woche in der "Wiener Zeitung".

Das Spielemuster wurde der "Wiener Zeitung" vom Hersteller zur Verfügung gestellt. "Battlefield V" erscheint am 20. November für PC, Playstation 4 und "Xbox One".