Gris: Ein Jump’n’Run gehüllt in grafische Ästhetik. - © Nomada
Gris: Ein Jump’n’Run gehüllt in grafische Ästhetik. - © Nomada

Wien. (aum) Wie könnte man nicht von "Gris" gerührt sein? Am Boden zerstört liegt das titelgebende Mädchen mitten in einer Welt, die gerade auseinandergebrochen ist. Das Spiel schmiegt sich an einen wie eine sanfte Brise, die eine Träne in sich trägt. Es beim Namen Rätsel-Jump’n’Run zu nennen, wäre viel zu profan, für die märchenhaft gezeichnete Welt zwischen impressionistischem Aquarell und technischer Schärfe. Hinzu kommt die Musik. Sphärische Klavier- sowie Celloklänge und Vokalisen begleiten den Spieler, während er versucht, die Rätsel zu lösen und dem leidenden Mädchen zu Stärke zu verhelfen.

Gris huscht zart über den Bildschirm. Mit Fortschreiten des Spiels und gelösten Rätseln nehmen ihre Fähigkeiten zu. Sie lernt, auch Widrigkeiten wie überdimensionale garstige Vögel für ihr Fortkommen zu nutzen. Mit jedem abgeschlossenen Level kommt mehr Farbe in das anfängliche Schwarz-Weiß, bis es wieder eine bunte Welt geworden ist.

Einfache Spielmechanik

Mit "Gris" ist dem Nomada Studio in Barcelona gleich mit seinem ersten Projekt ein gelungenes Spiel geglückt. Die Mechanik ist einfach, die Welt in 2D. Der Spieler kann sich auf das Wesentliche - laufen, hüpfen und Rätsel lösen - konzentrieren. Das Konzept ist perfekt für die Switch, das Spiel aber auch für PC erhältlich.

"Gris" sorgt für ein paar vergnügliche Stunden. Dann ist allerdings Schluss. Denn hat man die Rätsel einmal gelöst, hält sich der Wiederspielwert in Grenzen. Daran ändert auch die in das Spiel gepackte Ästhetik wenig. Dafür sind die Kosten in Höhe von etwa 17 Euro überschaubar.

Das Testmuster wurde der
"Wiener Zeitung" vom Hersteller zur Verfügung gestellt.