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(maz) Wenn sie abends im Bett zu einem Fachbuch greift, dann geht es Elisabeth Engstler nicht so, wie man vielleicht erwarten würde: Sie döst nämlich nicht weg, sondern im Gegenteil "bin ich um fünf in der Früh auch noch wach, weil ich sie so aufregend finde", erzählt sie der "Wiener Zeitung". Deshalb legt die Moderatorin und Schauspielerin ihre Lektüre über Medizin und Psychologie (sie macht derzeit nebenbei eine Coaching-Ausbildung, weil sie jetzt endlich Zeit dafür hat) ihre Lektüre rechtzeitig beiseite und greift stattdessen zum Smartphone.

Dort kommt dann meistens eine ganz bestimmte App zum Einsatz: "Das gute alte Solitär. Mit dem komme ich gut runter", sagt Engstler. Sie überbrückt damit auch die eine oder andere Wartezeit. "Das ist wie Stricken: Man ist beschäftigt, aber hat im Kopf eine Ebene frei zum Denken." Wenn sie fertig gespielt hat, drückt sie allerdings konsequent auf die Off-Taste, denn nachts ist ihr Telefon immer ausgeschaltet. Ebenso, wenn sie an ihrem neuen Soloprogramm arbeitet, "weil die Kreativität nur in der Ruhe fließen kann - da hat ein Handy nichts zu suchen". Wenn man Engstler dann stundenlang nicht erreicht, weiß aber die Familie vorher Bescheid.

Die Premiere ihres neuen Solos ist am 18. Juli auf der Rosenburg, wo sie auch im Musical "Amadeus" mitspielt. Der Titel des Kabarettprogramms spiegelt ihr bisheriges Leben wider: "Es heißt ‚Lizzi und Elisabeth - ein Solo für zwei‘. Ich wurde ja früher immer Lizzi genannt, und jetzt sagen alle Elisabeth zu mir." Sie blickt also auch zurück auf ihre Karriere, inklusive ORF-"Wurlitzer" und Song Contest (1982). Im Rückblick sagt sie: "Auch dort habe ich wahnsinnig viel gelernt. Und was sind wir heute? Wir sind die Essenz der Vergangenheit. Das gehört alles dazu. Ich habe gemerkt: Je mehr unterschiedliche Dinge ich in meinem Leben gemacht habe, desto mehr konnte ich das brauchen. Ich habe schon Tontechnik gemacht und Mischpulte gelötet."