"Wiener Zeitung":Ist es nicht ziemlich herausfordernd, sich zu Beginn in "Dreams" zurechtzufinden?

Mark Healey ist Creative Director bei Media Molecule. Markus Nass
Mark Healey ist Creative Director bei Media Molecule. Markus Nass

Mark Healey: Da geht es nur um die ersten paar Stunden, die man durchhalten muss. Es gibt viele Tutorials im Spiel. Die Community hilft und ist sehr freundlich. Sogar ich habe dort gelernt. Ich habe dort Techniken gesehen, die ich gar nicht für möglich gehalten hätte.

Was kommt als Nächstes?

Das Erste, was wir nach dem offiziellen Release machen werden, ist eine Unterstützung für Virtual Reality. VR ist ein verhältnismäßig neues Medium. Eigentlich ist es fantastisch, nur wissen die Leute noch nicht ganz genau, was sie damit machen sollen. Genau das wird in "Dreams" spannend: Die Leute werden uns dort zeigen, welche Art VR-Spiele es geben sollte. Wir werden uns da sehr an der Community orientieren. Nach VR wird dann das nächste Projekt sein, online Multiplayer zu integrieren.

Wann wäre für Sie "Dreams" ein Erfolg?

Natürlich muss sich das Spiel am Ende finanziell rechnen. Aber für mich persönlich war es schon ein Erfolg, als ich die Videos gesehen habe, in denen die Leute beschreiben, warum ihnen "Dreams" gefällt: Da sind mir die teilweise die Tränen gekommen. Wenn etwa ein schüchterner zurückgezogener Bub in der Gemeinschaft aufblüht, ist das ein Meilenstein.

Was passiert, wenn ein Spiel besonders erfolgreich ist? Grundsätzlich ist man ja mit seinen entwickelten Games an "Dreams" gebunden.

Wir arbeiten noch an verschiedenen Möglichkeiten. Das Einfachste und Offensichtlichste ist, dass wir das Spiel dann einfach auskoppeln.

Woher kommen denn die bisher kreativsten Köpfe?

Das ist schwer zu sagen, aber mit das Beste, das ich gesehen habe, kommt aus Deutschland.