Los Angeles/Redmond/Tokio. Mit Virtual-Reality-Erlebnissen, spektakulären neuen Spielen und günstigeren Preisen werben die großen Spielekonsolen-Hersteller um die Gunst der Gamer. Am Vorabend der wichtigen Branchenmesse E3 in Los Angeles präsentierte Microsoft am Montag eine kleinere und billigere Version der Xbox One. Zum Jahresende soll zudem ein Modell mit Virtual-Reality-Funktionen folgen.

Sony kündigte für Oktober die Virtual-Reality-Brille für die PS4 an.

Die schmalere Xbox-Version soll laut Microsoft im August auf den Markt kommen. "Das ist erst der Anfang", betonte Xbox-Chef Phil Spencer. Denn pünktlich fürs diesjährige Weihnachtsgeschäft soll eine weitere Version der Konsole mit dem Arbeitstitel "Project Scorpio" folgen, die den Spieler virtuelle Realitäten erleben lassen und eine besonders brillante Grafik bieten soll. Daneben kündigte Microsoft am Montag an, Xbox-One-Spiele könnten künftig auch auf Windows-Computern gespielt werden.

Microsoft rivalisiert auf dem Konsolenmarkt vor allem mit Sony, dessen Playstation 4 sich am besten verkauft. Seit der Präsentation der neuesten Playstation Ende 2013 ging sie nach Unternehmensangaben mehr als 40 Millionen mal über den Ladentisch. Microsoft nennt für die etwa gleich alte Xbox One keine aktuellen Zahlen, Branchenkenner gehen aber davon aus, dass sie nur rund halb so oft verkauft wurde wie die Playstation 4.

Die von vielen Gamern sehnsüchtig erwartete Virtual-Reality-Brille für die PS4 kommt Mitte Oktober in den Verkauf. Mehr als 50 Spiele für die neuen VR-Funktionen würden in den folgenden Monaten herausgebracht, unter anderem aus den Reihen "Resident Evil" und "Star Wars" teilte Sony mit.

Obwohl Spielefans zunehmend auf Smartphones, Tablets und nicht zuletzt am Computer spielen, geben die Branchengrößen den Konsolenmarkt noch nicht verloren.