• vom 19.09.2001, 00:00 Uhr

Europa

Update: 07.04.2005, 16:11 Uhr

Kommissar Verheugen unterstreicht europäische Integration

Raschere Erweiterung möglich




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  • Die Terroranschläge in den USA könnten nach Ansicht von Erweiterungskommissar Günter Verheugen die EU-Erweiterung beschleunigen.

Die Anschläge in den USA könnten einen positiven Einfluss auf den Erweiterungsprozess der EU haben, sagte Verheugen bei einem Besuch in der litauischen Hauptstadt Vilnius. Diese Meinung vertrat gestern auch Tschechiens Außenminister Jan Kavan. Österreichs Außenministerin Benita Ferrero-Waldner verweist jedoch auf die Einhaltung des Erweiterungsfahrplans, wie ihr Sprecher, Johannes Peterlik zur "Wiener Zeitung" sagte.


Die "schrecklichen Ereignisse in den USA" zeigten die Bedeutung einer europäischen Integration. Integration sei der beste Weg, Europa für seine Einwohner sicher zu machen, den Kontinent zu einen und Frieden, Demokratie und wirtschaftliche Stabilität zu garantieren, sagte Verheugen. Er erwartet nun eine größere Zustimmung zur Erweiterung.

Die EU verhandelt derzeit mit zehn mittel- und osteuropäischen Staaten, darunter die baltischen Staaten sowie Malta und Zypern über einen Beitritt. Die Verhandlungen mit den fortgeschrittensten Bewerberländern sollen 2002 abgeschlossen werden. Sie sollen an den Wahlen zum EU-Parlament 2004 als Mitglieder teilnehmen. Von den baltischen Staaten ist Estland am weitesten fortgeschritten. Im Unterschied dazu ist der EU-Beitritt für Lettland noch ein großes Fragezeichen.

Die Bevölkerung ist nur unzureichend über die Auswirkungen informiert. Vor allem der Umgang der Letten mit den 40 Prozent Russisch-Stämmigen bereitet der EU Sorge. Sie sind vom öffentlichen Leben weitgehend ausgeschlossen, vielen wird sogar ein Pass bzw. die Staatsbürgerschaft verweigert. Problemloser dürfte sich gerade unter dem Eindruck der jüngsten Terroranschläge die Integration in die NATO gestalten, meint Österreichs Botschafter in Lettland, Wolfgang Jilly. Lettland zähle auf die Unterstützung der USA, Solidarität wurde deshalb auch offen bekundet. Am Wochenende ist eine mit österreichischen Mitteln finanzierten "International Pre and Primary School" in der Hauptstadt Riga eröffnet worden. hh/schmoe



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Dokument erstellt am 2001-09-19 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 16:11:00


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