• vom 30.08.2006, 00:00 Uhr

Europa


"Werden Türkei in Hölle verwandeln"




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  • Anschläge in türkischen Urlaubsorten.
  • Istanbul/Antalya/Wien. Nach einer blutigen Anschlagserie mit drei Toten und Dutzenden Verletzten konnte die türkische Polizei Montagnacht ein weiteres Attentat verhindern. In Izmir wurden ein Mitglied der kurdischen Arbeiterpartei PKK und fünf seiner Komplizen verhaftet sowie 2,5 Kilogramm Plastiksprengstoff sichergestellt.

Zu den Anschlägen in der Wirtschaftsmetropole Istanbul sowie den Badeorten Marmaris und Antalya hat sich die PKK-nahe Terrororganisation Freiheitsfalken Kurdistans (TAK) bekannt. Auf ihrer Homepage heißt es: "Die Türkei ist kein sicheres Land, Touristen sollten nicht hierher kommen." Die Organisation erinnert auch an ihr Versprechen, das Land "in die Hölle zu verwandeln". In Antalya wurde am Dienstag ein Mann verhaftet, nach einem zweiten wird gefahndet.


Seit Jahresbeginn hat die TAK laut kurdischen Medien rund 30 Anschläge in Feriengebieten verübt. Dabei kamen zwölf Menschen ums Leben. Der Terror der kurdischen Extremisten, die seit 1984 für ein unabhängiges Kurdistan kämpfen, will vor allem den türkischen Tourismus treffen. Dieser macht fünf Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes aus. Aufgrund wiederholter Anschläge, aber auch wegen dem Karikaturenstreit und der Vogelgrippe verzeichnen die Reiseanbieter in diesem Jahr einen Buchungsrückgang von rund 20 Prozent.



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Dokument erstellt am 2006-08-30 00:00:01
Letzte Änderung am 2006-08-29 18:25:00

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