• vom 20.02.2013, 22:26 Uhr

Europachronik

Update: 21.02.2013, 09:37 Uhr

Kartellamt

Amazon-Affäre: Bundesagentur für Arbeit sieht bei Trenkwalder Gesetzesverstöße




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  • Deutsche Kartellwächter nehmen nun Amazon-Verträge ins Visier

Wien/Seattle. Die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA) wirft dem österreichischen Trenkwalder-Konzern in der Amazon-Affäre vor, gegen das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz verstoßen zu haben. Das ist das Ergebnis der Sonderprüfung, die die BA gemeinsam mit der Zollverwaltung unverzüglich nach Ausstrahlung der ARD-Dokumentation über die Arbeitsbedingungen von Amazon-Leiharbeitern in Deutschland eingeleitet hat.


Die BA werde in einem weiteren Verfahren über die Konsequenzen entscheiden, teilte die BA am Mittwoch mit. Schlimmstenfalls wird Trenkwalder die Lizenz entzogen.

Trenkwalder hatte tags zuvor noch in einer Aussendung behauptet, dass die Prüfung des Zolls zu keiner Beanstandung geführt habe und die BA-Prüfung die Anschuldigungen nicht bestätigt habe. Das war "falsch", sagte eine BA-Sprecherin auf eine entsprechende Frage der APA.

In der Leiharbeiter-Affäre gab Amazon am Mittwoch bekannt, dass man weiter mit dem Personaldienstleister Trenkwalder zusammenarbeiten werde.

Indessen verliert der Internet-Riese in Deutschland Geschäftspartner. Zwei kleine Buchverlage haben Amazon schon den Rücken gekehrt - etwa der VAT Verlag aus Mainz. Man nehme die "erhebliche Empörung über die unglaublichen Bedingungen", zum Anlass, den Kooperationsvertrag zu kündigen, wie Verleger Andre Thiele in einem offenen Brief schreibt. Ein weiterer Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit seien die "katastrophal schlechten Konditionen, die Sie mir als Kleinverleger gewährten". Das Amazon-Geschäftsmodell im Vertrieb lasse weder Lieferanten noch eigenen Mitarbeitern Luft zum Atmen, moniert der Verleger.

Daher gerät Amazon in Deutschland auch ins Visier der Wettbewerbshüter. Das deutsche Kartellamt prüft, ob die Preisauflagen für Händler, die ihre Waren über Amazon verkaufen, gegen das Kartellverbot verstoßen. Die Amazon-Partner dürfen ihre Produkte nämlich anderswo im Internet nicht billiger anbieten.




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Dokument erstellt am 2013-02-20 22:29:02
Letzte Änderung am 2013-02-21 09:37:24


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