• vom 28.10.2013, 10:38 Uhr

Europachronik

Update: 28.10.2013, 21:15 Uhr

Großbritannien

14 Tote und Chaos nach Herbststurm




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  • Wind wütet mit 160 km/h
  • Verkehrbehinderungen und Stromausfälle in Westeuropa.

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20131028_Sturm2© EPA 20131028_Sturm2© EPA

Die ersten heftigen Herbststürme des Jahres haben in mehreren Ländern Europas mindestens 14 Menschen getötet. Die meisten Todesopfer waren in Deutschland zu beklagen, dort gab es seit Sonntag sieben Opfer. In Großbritannien starben am Montag vier Menschen, in den Niederlanden, in Dänemark und in Frankreich je einer. Tief "Burkhard" und Orkantief "Christian" hatten von Westen her Regenfälle und Orkanböen bis Stärke zwölf über Teile Europas gebracht.


Fünf der Sturmtoten starben wegen umgefallener Bäume am Montag im nordrhein-westfälischen Gelsenkirchen sowie in Großbritannien und Niederlanden.  Eine 66-jährige Frau aus dem deutschen Bundesland Schleswig-Holstein wurde von einer umstürzenden Mauer erschlagen. In der Nähe von Köln kam ein Segler schon am Sonntag ums Leben. Im Hochsauerlandkreis ertrank ein Angler.

Für die nordfriesische Küste und das Elbegebiet im Norden gab das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie eine Sturmflutwarnung heraus.

Hunderttausende Haushalte ohne Strom

Der Sturm hatte auch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flug- und Straßenverkehr sowie praktisch zum Erliegen des Zugverkehrs im Süden Großbritanniens geführt. Betroffen war auch die Eurostar-Verbindung durch den Kanaltunnel nach Frankreich. Auch Straßen wurden von entwurzelten Bäumen blockiert. 220.000 Haushalte waren am Montagvormittag ohne Strom.

Auch im Westen Frankreichs mussten zahlreiche Menschen ohne Strom in die Woche starten. In der Normandie und in der Bretagne waren am Montag etwa 75.000 Haushalte betroffen. Nach Angaben des Energielieferanten ERDF waren die Regionen seit den frühen Morgenstunden ohne Strom. Vor allem in Gebieten nahe der Küste war der Sturm mit bis zu 140 km/h über das Land gefegt. Montag früh wurde deswegen der Fährverkehr zwischen dem nordfranzösischen Calais und Dover in Großbritannien unterbrochen.

Wind wütete mit 160 km/h

Der Wind fegte mit Geschwindigkeiten von bis zu 160 Kilometern pro Stunde über die britischen Inseln, wie die Wetterdienste berichteten. Ein 14 Jahre alter Bursche wird vermisst - vermutlich wurde er an der Küste von East Sussex ins Meer gespült. Die Suche war am Sonntagabend wegen des schlechten Wetters unterbrochen worden.

Zug- und Flugverkehr betroffen

Am größten Flughafen Europas, London-Heathrow, wurden allein 130 Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher des Airports. Verbindungen von und nach Österreich waren vorerst nicht betroffen. "Bei uns gibt es keine Stornierungen, nur geringfügige Verzögerungen", sagte AUA-Sprecher Peter Thier. Die Airline rät Passagieren, sich vor Reiseantritt auf der Homepage über den aktuellen Flugstatus zu informieren.

Neben hunderten Zugverbindungen war auch die Londoner U-Bahn - deren Streckennetz zu großen Teilen oberirdisch verläuft - von den Behinderungen betroffen. Zehntausende Pendler kamen zu spät oder gar nicht zur Arbeit. "Wenn wir bis Dienstag wieder einen ordentlichen Service hinbekommen, bin ich ganz froh", sagte ein Sprecher der Bahngesellschaft Network Rail. Betroffen waren nach Angaben der Fluggesellschaft Easyjet auch die Verbindung zu den Londoner Flughäfen Gatwick, Stansted, Luton und Southend.




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Dokument erstellt am 2013-10-28 10:39:01
Letzte Änderung am 2013-10-28 21:15:43


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