• vom 11.02.2018, 13:50 Uhr

Europachronik

Update: 11.02.2018, 17:29 Uhr

Flugzeugabsturz

Russische Passagiermaschine bei Moskau abgestürzt




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Von WZ Online, APA

  • An Bord befanden sich 71 Personen, Details zur Ursache des Absturzes sind noch nicht bekannt.

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Auf Twitter wurden bereits Fotos vom russischen Sender life.ru geteilt, die offenbar Teile der abgestürzten Maschine zeigen.

Auf Twitter wurden bereits Fotos vom russischen Sender life.ru geteilt, die offenbar Teile der abgestürzten Maschine zeigen.© Screenshot Auf Twitter wurden bereits Fotos vom russischen Sender life.ru geteilt, die offenbar Teile der abgestürzten Maschine zeigen.© Screenshot

Moskau. Bei dem Absturz eines Passagierflugzeugs in Russland sind nach Angaben von Mitarbeitern des russischen Rettungsdienstes alle 71 Menschen an Bord ums Leben gekommen. Die Maschine sei am Sonntag weniger als zehn Minuten nach dem Start vom Moskauer Flughafen Domodedowo von den Radarschirmen verschwunden, meldete die Nachrichtenagentur Tass.

   "Trümmer sind gefunden worden, es gibt keine Überlebenden", berichtete die Agentur weiter unter Berufung auf Mitarbeiter des Katastrophenschutzes. Ein Vertreter des russischen Rettungsdienstes sagte, dass die Menschen an Bord des bei Moskau abgestürzten Flugzeuges "keine Chancen" hatten, zu überleben. An Bord der Maschine der Inlandsfluggesellschaft Saratow Airlines seien 65 Fluggäste und sechs Besatzungsmitglieder gewesen.

Wrackteile weit vertreut

Die Nachrichtenagentur Interfax meldete zudem, dass die Wrackteile des Flugzeugs über eine Länge von einem Kilometer am Absturzort verteilt gewesen seien. Die Absturzstelle liegt im Distrikt Ramenski im Großraum Moskau. Nach Angaben von Interfax und Tass berichteten Augenzeugen aus dem Dorf Argunowo von einem brennenden Flugzeug, das vom Himmel gefallen sei.


   Das Flugzeug der Saratov Airlines war nach Orsk im Gebiet Orenburg nahe der Grenze zu Kasachstan unterwegs. Interfax zufolge wurden im russischen Verkehrsministerium nun unter anderem das Wetter und Pilotenfehler als Absturzursachen untersucht. Die Maschine vom Typ An-148 sei nach dem Start vom Flughafen Domodedowo vom Radar verschwunden. Ein Team des Zivilschutzes machte sich rasch auf den Weg zum Absturzort. Auch Verkehrsminister Maxim Sokolow sei unterwegs.

Vier schwere Unglücke séit 2010

   Insgesamt gab es in Russland seit 2010 mindestens vier schwere Unglücke ziviler Verkehrsmaschinen mit zusammen mehr als 240 Todesopfern. Der letzte Absturz ereignete sich im März 2016. Damals stürzte eine Boeing 737-800 aus Dubai bei Sturm auf den Flughafen der Millionenstadt Rostow am Don. Die Maschine des Billigfliegers FlyDubai zerschellte in einem Feuerball. Alle 62 Menschen an Bord starben.

   Zweieinhalb Jahre zuvor war eine Boeing 737-500 beim Anflug auf die russische Stadt Kasan hart auf der Landebahn aufgeschlagen und in Flammen aufgegangen. Es gab keine Überlebenden, 50 Menschen starben.




Schlagwörter

Flugzeugabsturz, Russland

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Dokument erstellt am 2018-02-11 13:50:46
Letzte Änderung am 2018-02-11 17:29:57


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