• vom 25.06.2018, 16:26 Uhr

Europachronik

Update: 25.06.2018, 16:34 Uhr

Taxis

Uber will Lizenz für London zurück




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Von WZ Online

  • Der Fahrtendienst gesteht Fehler ein.

Zwei Ansichten: Uber präsentiert sich als freundliches Unternehmen (links). Vor zwei Jahren ging die Dokumentation einer Fahrt über Umwege zum Preis von 102 ₤ um die Welt (rechts). - © Uber / Screenshot von Daniel Kaizen

Zwei Ansichten: Uber präsentiert sich als freundliches Unternehmen (links). Vor zwei Jahren ging die Dokumentation einer Fahrt über Umwege zum Preis von 102 ₤ um die Welt (rechts). © Uber / Screenshot von Daniel Kaizen

Uber will die aberkannte Taxi-Lizenz in London in London zurückholen. Dafür sei die Sicherheit der Fahrgäste umfassend verbessert worden, sagte der Anwalt des US-Unternehmens, Tom de la Mare, am Montag vor einem Gericht in London.

Die Nahverkehrsbehörde Transport for London (TfL) hat die Lizenz von Uber im September 2017 nicht verlängert. Der Vermittlungsdienst aus den USA agiere verantwortungslos, hieß es zur Begründung. Als Beispiele wurden unter anderem medizinische Kontrollen der Fahrer und Meldungen von Straftaten angeführt. Uber erhob dagegen Einspruch mit aufschiebender Wirkung. Bis zur endgültigen Entscheidung gefällt ist, dürfen Uber-Fahrer in der britischen Hauptstadt ihre Dienste anbieten.

Am ersten Tag der mehrtägigen Anhörung gab sich Uber nun reumütig: Die damalige Entscheidung sei richtig gewesen, sagte de la Mare der britischen Nachrichtenagentur PA zufolge. Doch seitdem habe eine Rundum-Erneuerung stattgefunden. Die Mängel seien behoben worden. Die Richterin am Westminster Magistrates' Court muss nun entscheiden, ob und für welchen Zeitraum Uber eine neue Lizenz bekommt.

Nach Angaben des Fahrdienst-Anbieters nutzen etwa 3,5 Millionen Menschen in London die App, etwa 40.000 Menschen sind als Fahrer registriert. Mehr als 857.000 Menschen unterzeichneten eine Petition, in der TfL aufgerufen wurde, die Entscheidung rückgängig zu machen.

Uber muss sich vor allem in Großstädten immer wieder mit Vorwürfen auseinandersetzen. Vergangene Woche protestierten New Yorker Taxifahrer für strengere Vorschriften für Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft. Vorangegangen waren laut Angaben des Taxiverbunds NYTWA sechs Selbstmorde von Taxlern in den vergangenen acht Monaten. Im Februar nahm sich ein Fahrer vor dem New Yorker Rathaus das Leben. Zuvor hatte er auf Facebook geschrieben, kein "Sklave für Kleingeld" sein zu wollen.





Schlagwörter

Taxis, Uber, London, New York

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-06-25 16:09:16
Letzte Änderung am 2018-06-25 16:34:30


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