• vom 09.07.2018, 13:40 Uhr

Europachronik

Update: 09.07.2018, 13:44 Uhr

London

Krisenstab tagt nach Nowitschok-Todesfall




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Von WZ Online, APA, dpa

  • May ist "entsetzt und geschockt". Das männliche Opfer befindet sich in kritischem Zustand.

Ein Spezialistenteam bei der Spurensuche. Nun tagt ein Krisenstab zum Fall Nowitschok. - © APAweb / AP, Matt Dunham

Ein Spezialistenteam bei der Spurensuche. Nun tagt ein Krisenstab zum Fall Nowitschok. © APAweb / AP, Matt Dunham

London. Nach dem Tod einer Britin durch eine Nowitschok-Vergiftung soll am Montagnachmittag der Krisenstab der Regierung, das Cobra-Komitee, in London zusammentreten. Das bestätigte der Regierungssitz Downing Street 10 auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.



Die Frau war am Sonntagabend im Krankenhaus in Salisbury gestorben, wie Scotland Yard mitteilte. Untersuchungen ergaben, dass sie mit dem Kampfstoff Nowitschok in Berührung gekommen war. Die Polizei ermittelt nun wegen Mordes. Die britische Premierministerin Theresa May zeigte sich betroffen. "Ich bin entsetzt und geschockt", sagte sie einer Mitteilung zufolge.

Die 44-jährige Frau aus Amesbury und ihr 45-jähriger Lebensgefährte waren am Samstag vor einer Woche mit Vergiftungserscheinungen ins Salisbury District Hospital eingeliefert worden. Sie hinterlässt drei Kinder. Der Mann ist weiter in einem kritischen Zustand, wie ein Polizeisprecher sagte.

Die Ermittler gehen davon aus, dass das Paar versehentlich mit dem tödlichen Nervengift in Berührung gekommen war. Das Paar aus Amesbury könnte demnach etwa ein Fläschchen oder eine Injektionsspritze mit Resten des Gifts gefunden haben, das beim Attentat auf die Skripals verwendet wurde. Britische Medien berichteten, dass beide Drogenkonsumenten seien.

Der ehemalige russische Doppelagent Sergej Skripal (67) und seine Tochter Julia (33) waren vor vier Monaten bewusstlos auf einer Parkbank im benachbarten Salisbury entdeckt worden. Sie entkamen nur knapp dem Tod und leben inzwischen an einem geheimen Ort. London macht Moskau für den Anschlag verantwortlich. Der Kreml bestreitet das vehement.





Schlagwörter

London, Nowitschok, Krisenstab

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-09 13:41:44
Letzte Änderung am 2018-07-09 13:44:28


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