• vom 19.01.2019, 10:14 Uhr

Europäische Union

Update: 21.01.2019, 12:30 Uhr

EU-Wahl

Fast alle Spitzenkandidaten stehen fest




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Von WZ Online, APA

  • Die ÖVP stellt Karas für die Europawahl auf, an zweiter Stelle kandidiert Innenstaatssekretärin Edtstadler.

Spitzenkandidaten der Parteien - © APAweb

Spitzenkandidaten der Parteien © APAweb

Othmar Karas tritt wieder für die ÖVP an.

Othmar Karas tritt wieder für die ÖVP an.© APAweb, HERBERT NEUBAUER Othmar Karas tritt wieder für die ÖVP an.© APAweb, HERBERT NEUBAUER

Wien. Der langjährige EU-Abgeordnete Othmar Karas wird bei der Europawahl wieder für die ÖVP antreten. In einem Samstag via Youtube verbreiteten Video meint Karas, er habe die pro-europäische Tradition der ÖVP mitgeprägt: "Daher stehe ich der Österreichischen Volkspartei und Bundeskanzler Sebastian Kurz mit ganzer Kraft wieder zur Verfügung."

Wie Kurz am Samstag via Twitter ankündigte, werde die ÖVP Karas wieder als Spitzenkandidaten aufstellen. Er leiste als VP-Delegationsleiter hervorragende Arbeit und sei einer der erfahrensten Abgeordneten im EU-Parlament, so Kurz. Die vollständige Kandidatenliste beschließt der ÖVP-Vorstand am Montag.

Einmal mehr kündigte Kurz bei dieser Gelegenheit an, dass die ÖVP ihre Mandate bei der EU-Wahl nach einem internen Vorzugsstimmensystem vergeben möchte. "Das heißt, die Wählerinnen und Wähler entscheiden selbst durch die Vergabe der Vorzugsstimme, wer sie im EU-Parlament vertreten wird", so Kurz.

An zweiter Stelle hinter Karas soll Innenstaatssekretärin Karoline Edtstadler kandidieren. Für die weiteren Mandate in Stellung gebracht haben sich unter anderem der Niederösterreicher Lukas Mandl, die Oberösterreicherin Angelika Winzig und die steirische Bürgermeisterin Simone Schmiedtbauer. Erstellt werden soll die Liste nach dem Reißverschlussprinzip, wie die ÖVP-Frauen am Samstag deponierten.

Edtstadler hat ihre Kandidatur für die Europawahl mittlerweile auch bestätigt. Sie freue sich sehr, bei der EU-Wahl für die ÖVP zu kandidieren und werde ihre konsequente Linie in Migrationsfragen und ihre Expertise als Menschenrechtsexpertin in Europa einbringen, so die Staatssekretärin via Twitter.

Die "Kleine Zeitung" berichtet indessen, das der ÖVP-Seniorenbund den früheren ORF-Moderator Wolfram Pirchner für die EU-Wahl aufstellen will. Der gebürtige Tiroler war bereits bei der Landtagswahl 2018 für die niederösterreichische ÖVP angetreten.


Spitzenkandidaten fast komplett

Mit der Entscheidung der ÖVP für Othmar Karas ist die Runde der Spitzenkandidaten für die EU-Wahl fast komplett. Offiziell gefallen ist die Entscheidung zwar bisher nur bei der SPÖ. Bei den meisten anderen Parteien - bis auf die Liste Jetzt - gibt es allerdings deutliche Favoriten.

Als erste hat die SPÖ im vorigen Oktober ihre Kandidatenliste fixiert: Nach der Absage von Ex-Parteichef Christian Kern führt nun der frühere Klubchef Andreas Schieder die Sozialdemokraten in die Wahl am 26. Mai. Hinter ihm am zweiten Listenplatz kandidiert die Europaparlamentarierin Evelyn Regner.

FPÖ schickt Vilimsky

 Die FPÖ wird wiederum Harald Vilimsky als Spitzenkandidat ins Rennen schicken, wie Parteichef Heinz-Christian Strache bereits im Dezember angekündigt hat. Vilimsky will eine breite Allianz mit anderen EU-kritischen Parteien im EU-Parlament auf die Beine stellen. Die offizielle Entscheidung, wer die FPÖ in die EU-Wahl führen wird, will die Partei Ende Jänner/Anfang Februar treffen.

Bei den NEOS stellt sich Nationalratsabgeordnete Claudia Gamon der Mitgliederversammlung am 26. Jänner zur Wahl.

Um besonders viel geht es bei den Grünen, die seit der Nationalratswahl 2017 nicht mehr im Nationalrat vertreten sind. Hier will Parteichef Werner Kogler als Frontmann antreten. Fixiert wird die Grüne Kandidatenliste am 16. März.

Gut möglich, dass sich Kogler im Europawahlkampf ein Duell mit einem weiteren Grünen Urgestein liefern muss. Denn die vom Ex-Grünen Peter Pilz gegründete Liste Jetzt will Ende Jänner entscheiden, mit wem sie in die EU-Wahl zieht. Und Pilz selbst würde dabei gerne den früheren Grünen EU-Abgeordneten Johannes Voggenhuber nominieren, wie er zuletzt dem "Kurier" sagte.





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Dokument erstellt am 2019-01-19 10:15:23
Letzte Änderung am 2019-01-21 12:30:55



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