Straßburg. Verbraucher können künftig klarer zwischen Fruchtsaft, Nektar und Säften aus Konzentrat unterscheiden. Entsprechende neue Kennzeichnungsregeln beschloss das Europaparlament in Straßburg am Mittwoch. Auch die Regeln über das Hinzufügen von Aromastoffen werden vereinfacht. Richtige "Fruchtsäfte" dürfen künftig auch keinen Zucker und keine Süßstoffe mehr enthalten, teilte der ÖVP-Europaabgeordnete Richard Seeber mit.

"Wir ändern die Marktbedingungen so, dass europäische Produzenten eine bessere Chance haben", sagte Seeber zu der Richtlinie. Die bisherige Praxis, einen Basissaft, wie beispielsweise Apfelsaft, zu verwenden und kleinere Mengen teurerer Säfte, wie Himbeere, hinzuzufügen und das Ganze dann nach der kleineren Komponente "Himbeersaft" zu nennen, wird zukünftig nicht mehr erlaubt sein, sagte die deutsche Grün-Abgeordnete Rebecca Harms. Die Änderungen wurden bereits informell zwischen EU-Parlament und dem EU-Ministerrat vereinbart.