• vom 01.03.2013, 21:52 Uhr

Europäische Union


Microsoft

Microsoft droht Strafe durch die EU




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  • Softwaregigant soll Auflage zum Browser-Geschäft missachtet haben.

Brüssel. Dem Softwaregiganten Microsoft droht offenbar eine weitere Strafe durch die EU-Wettbewerbshüter. Der US-Konzern solle noch vor Ende März belangt werden, sagten zwei mit dem Vorhaben vertraute Personen. Microsoft soll Vorgaben der Union missachtet haben. Microsoft hatte 2009 zugestimmt, seinen Kunden eine Alternative bei Web-Browsern anzubieten, um eine drohende Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes zu vermeiden. Die EU-Kommission stellte aber fest, dass Microsoft dem nicht nachgekommen sei. Der Software-Riese sprach von einem technischen Problem, was die EU aber offenbar nicht akzeptieren will. Die Strafe könnte erheblich ausfallen, weil Microsoft zum zweiten Mal eine EU-Anordnung ignoriert habe, hieß es.


Bereits 2004 leitete die EU ein Kartellverfahren gegen Microsoft ein. Die EU-Kommission hat Microsoft insgesamt bereits rund 1,6 Milliarden Euro Strafe für verschiedene Vergehen aufgebrummt, bei denen die Wettbewerbshüter einen Missbrauch der Marktmacht für erwiesen hielten.

Facebook kauft von Microsoft Werbetechnologie
Auf einer anderen Ebene kann Microsoft indes von einem Verkaufserfolg berichten: Facebook kauft Microsoft die Online-Werbetechnologie Atlas ab. Über die Plattform kann die Wirksamkeit von Anzeigen gemessen werden. An den Werbe-Erfolgen von Facebook wird seit längerem gezweifelt. Wie viel Facebook bezahlt hat, wurde nicht bekannt gegeben. Microsoft hatte die Technologie bei der 6,3-Milliarden-Dollar- Übernahme des Online-Werbespezialisten Quantive 2007 erworben. Für sich selbst konnte Microsoft keinen Nutzen daraus ziehen. Vergangenes Jahr schrieb der Konzern 6,2 Milliarden Dollar auf Quantive ab.




Schlagwörter

Microsoft, Browser, EU

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Dokument erstellt am 2013-03-01 18:56:02



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