• vom 17.06.2013, 18:25 Uhr

Europäische Union

Update: 17.06.2013, 21:49 Uhr

Proteste

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    (rs) "Occupy Wall Street":


    Am 17. September 2011 zogen hunderte Demonstranten zum ersten Mal durch den Finanzbezirk in New York und skandierten "Occupy Wall Street". Sie forderten höhere Steuern für die Reichen und Zügel für die Bankenwelt. "We are the 99 Procent", schmetterten sie den Bankern entgegen. Die belächelten die Demonstrationen zunächst. Doch die Bewegung breitete sich von New York in immer mehr Städte weltweit aus. Nach zwei Monaten endete die Besetzung der Wall Street jedoch jäh: Die Polizei räumte das Camp der Protestler im nahen Zuccotti Park in einer Nacht- und Nebelaktion. Die "Occupy Wall Street"-Bewegung, die sich bis zum Schluss eher auf allgemeine und globale Forderungen denn auf konkrete Ziele konzentrierte, verschwand in der Versenkung.

    Stuttgart 21: Ähnlich wie beim Istanbuler Gezi-Park entzündeten sich auch hier die Proteste an einem Umgestaltungsprojekt. Der alte Kopf-Bahnhof sollte abgerissen und durch einen unterirdischen Durchgangsbahnhof ersetzt werden. Die seit 2009 regelmäßig stattfindenden Montagsdemonstrationen entwickelten sich im Laufe des Herbstes 2010 zu regelrechten Massenereignissen. Im Oktober nahmen zumindest 70.000 Menschen an den Protesten teil. Bei den unmittelbar vorangegangenen Protestzügen hatte die Polizei zu Schlagstöcken, Tränengas und Wasserwerfern gegriffen. Ein Protestteilnehmer verlor dadurch sein Augenlicht fast vollständig. Nach den vom CDU-Politiker Heiner Geißler geleiteten Schlichtungsgesprächen wurde schließlich am 7. November 2012 in einer Volksabstimmung über das Schicksal von Stuttgart 21 entschieden: Eine Mehrheit von 58,7 Prozent sprach sich für den Neubau aus.




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    Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
    Dokument erstellt am 2013-06-17 18:29:02
    Letzte Änderung am 2013-06-17 21:49:33


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