• vom 27.08.2015, 15:51 Uhr

Europäische Union

Update: 27.08.2015, 15:55 Uhr

Flüchtlingsdrama

Westbalkan-Konferenz gedenkt der Flüchtlingstragödie




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Von WZ Online, APA

  • Faymann und Merkel mahnen "europäischen Geist" ein.

Neusiedl am See/Wien. Die Flüchtlingskrise in Europa bestimmte auch die Konferenz zur EU-Integration der Westbalkan-Staaten. Die Spitzenpolitiker zeigten sich am Donnerstag in Wien erschüttert über die Tragödie auf der A4.

Menschen, die versuchten, ihr Leben durch Flucht zur retten, hätten ihr Leben "in den Händen von Schleppern verloren", beklagte Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ). Es gebe eine Verantwortung, Menschen in Not Asyl zu geben, betonte er. Schon in seiner Eröffnungsrede, als das Unglück noch nicht bekannt war, hatte er die Schlepperkriminalität, die am Leid von Flüchtlingen verdient, scharf verurteilt.


Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte: "Wir sind alle erschüttert von der Nachricht, dass bis zu 50 Menschen ihr Leben verloren haben. Das mahnt uns, das Thema Migration im europäischen Geist anzugehen und auch Lösungen zu finden."

Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach auf der Pressekonferenz zum Westbalkan-Gipfel von einer "traurigen Erinnerung" an den Ernst der Flüchtlingskrise. Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus.

Bundespräsident fordert Eindämmung des syrischen Bürgerkriegs

"Es ist schrecklich, dass so etwas möglich ist, solche Brutalität, solche Inhumanität, dass diese Menschen offenbar erstickt sind", sagte Bundespräsident Heinz Fischer in einem Pressestatement zum Flüchtlingsdrama im Burgenland. "Es macht natürlich sehr betroffen."

Er habe auch nicht gezögert, bei der Westbalkan-Konferenz zu einer Trauerminute aufzurufen, wo "dieses schockierenden Ereignisses gedacht wurde", sagte Fischer. Man müsse "mit allem Nachdruck auf die Eindämmung und Stilllegung dieses mörderischen Bürgerkriegs in Syrien drängen, der Hunderttausende Flüchtlinge produziert und auch die Instabilität im benachbarten Irak zu beenden", sagte der Bundespräsident.

"Das Flüchtlingsproblem an der Wurzel zu bekämpfen ist das Wichtigste", auch das Schlepperunwesen müsse schärfer ins Auge gefasst und bestraft werden, forderte Fischer als zweite Maßnahme. "Aber am wichtigsten ist die Ursache für solche Flüchtlingsbewegungen so weit wie möglich einzudämmen", sagte der Bundespräsident. Mit allen Mitteln müsse sichergestellt werden, "dass es aufhört, dass gebombt wird, mit Panzern auf Dörfer geschossen wird, dass Menschen umgebracht und Frauen vergewaltigt werden. Das ist eine Aufgabe der internationalen Gemeinschaft", meinte Fischer.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2015-08-27 15:52:30
Letzte Änderung am 2015-08-27 15:55:45


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