Berlin. Der nächste Präsident des Europäischen Parlaments soll nach den Worten des Chefs der konservativen EVP-Fraktion, Manfred Weber, auf jeden Fall aus dessen Fraktion stammen. Weber erinnerte an eine Absprache mit dem amtierenden Parlamentspräsidenten Martin Schulz (SPD), wonach die Präsidentschaft zwischen Konservativen und Sozialdemokraten geteilt werden soll und ab 2017 ein EVP-Abgeordneter das Amt übernimmt.

Aus der SPD waren jedoch Hoffnungen geäußert geworden, Schulz könne das Amt vielleicht behalten. Weber sagte, die EVP habe eine zweite Amtszeit des Sozialdemokraten Schulz unterstützt. "Und jetzt bitten wir einfach nur, dass das, was wir abgestimmt haben, dass wir eben gemeinsam Verantwortung tragen, dass das jetzt auch eingehalten wird."

Kandidatensuche läuft

Weber sagte, es würden jetzt Gespräche mit den Sozialdemokraten geführt. Auf die Frage nach einer eigenen Kandidatur hielt sich der CSU-Politiker bedeckt, wollte sie aber auch nicht kategorisch ausschließen. Zugleich betonte er, die Berücksichtigung einer Frau für das Präsidentenamt werde "eine große Rolle spielen". Weber sagte, es gebe in der EVP-Fraktion eine Reihe von profilierten, guten Kandidaten, die für das Amt geeignet seien. "Mit all denen werden wir reden." Mitte Dezember werde die EVP dann einen überzeugenden Kandidaten vorstellen.