• vom 08.09.2017, 10:54 Uhr

Europäische Union

Update: 08.09.2017, 10:58 Uhr

Brexit

Das EU-Parlament schrumpft




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Von WZ Online, APA

  • Von 73 britischen Mandataren sollen nur 51 nicht nachbesetzt werden. Österreich soll einen Sitz mehr bekommen.

Abgeordnete im EU-Parlament in Strassburg. - © APA, afp, Frederick Florin

Abgeordnete im EU-Parlament in Strassburg. © APA, afp, Frederick Florin

Straßburg/Brüssel. Der Brexit hat auch Folgen für die Größe des EU-Parlaments. Nach dem Ausscheiden Großbritanniens soll das Europaparlament von derzeit 751 auf künftig 700 Abgeordnete schrumpfen, geht aus einem Bericht des Verfassungsausschusses hervor. Allerdings werden von den 73 ausscheidenden britischen Mandataren nur 51 nicht nachbesetzt, 22 sollen auf die anderen Staaten aufgeteilt werden.

Damit könnte Österreich mit einem Abgeordneten mehr rechnen und würde demnach von heute 18 auf dann 19 Mandatare steigen, berichtete die "Presse". Der Delegationsleiter der ÖVP-Delegation im EU-Parlament, Othmar Karas, erklärte auf Anfrage der APA, die 51 freien Sitze "heben wir uns für künftige Erweiterungen wie am Westbalkan auf. Ich setze mich auch dafür ein, dass sie auch mit Vertretern von länderübergreifenden, europäischen Listen besetzt werden können". Wenn Österreich durch die 22 aufzuteilenden Mandatare einen dazu bekomme, "werden Ungerechtigkeiten aufgrund der Bevölkerungsentwicklung beseitigt".

Ein Abgeordneter mehr für Österreich

Der Bericht wird kommenden Montagabend in Straßburg in einer Sondersitzung des Verfassungsausschusses offiziell vorgestellt. Die Abstimmung im Plenum ist in einer der nächsten Sitzungen vorgesehen.

Nachfolgend die Aufteilung der 751 EU-Abgeordneten derzeit und - laut Entwurf des Ausschusses - nach dem Austritt der Briten:

Deutschland (96 derzeit - 96 künftig), Frankreich (74, auf 78), Großbritannien (73 - 0), Italien (73 auf 76), Spanien (54 auf 58), Polen (51 - 51), Rumänien (32 - 32), Niederlande (26 auf 28), Belgien (21 - 21), Griechenland (21 - 21), Tschechien (21 - 21), Portugal (21 - 21), Ungarn (21 - 21), Schweden (20 auf 21), Österreich (18 auf 19), Bulgarien (17 - 17), Dänemark (13 auf 14), Finnland (13 auf 14), Slowakei (13 auf 14), Irland (11 auf 13), Kroatien (11 auf 12), Litauen (11 - 11), Slowenien (8 - 8), Lettland (8 - 8), Estland (6 auf 7), Zypern (6 - 6), Luxemburg (6 - 6) und Malta (6 - 6).





Schlagwörter

Brexit, EU-Parlament, Strassburg

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-09-08 10:54:41
Letzte Änderung am 2017-09-08 10:58:20


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