• vom 27.11.2017, 13:46 Uhr

Europäische Union

Update: 27.11.2017, 14:03 Uhr

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Österreich ist achtgrößter Nettozahler der EU




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Von WZ Online, APA

  • Deutschland ist weiterhin der "Zahlmeister" der EU, Polen das größte Empfänger-Land.

Der Löwenanteil der EU-Gelder an Österreich entfiel mit 1,36 Milliarden Euro auf die Landwirtschaft.

Der Löwenanteil der EU-Gelder an Österreich entfiel mit 1,36 Milliarden Euro auf die Landwirtschaft.© APAweb / dpa, Patrick Seeger Der Löwenanteil der EU-Gelder an Österreich entfiel mit 1,36 Milliarden Euro auf die Landwirtschaft.© APAweb / dpa, Patrick Seeger

Brüssel. Österreichs Nettobeitrag an die Europäische Union ist im Jahr 2016 auf 791,3 Millionen Euro zurückgegangen. Im Jahr 2015 verzeichnete Österreich einen operativen Haushaltssaldo von 851,1 Millionen Euro, der netto an Brüssel abgeführt wurde, wie aus dem am Montag veröffentlichten Finanzbericht der EU-Kommission hervorgeht.

Sowohl in absoluten Zahlen als auch gemessen an der Wirtschaftsleistung war Österreich 2016 achtgrößter Nettozahler in der Europäischen Union. Der Nettobeitrag Österreichs für 2016 entspricht 0,23 Prozent des heimischen Bruttonationaleinkommens, 2015 waren es 0,25 Prozent.

Deutschland, Frankreich und Großbritannien zahlen am meisten

In absoluten Zahlen war auch 2016 Deutschland wieder größter "Zahlmeister" der EU, nämlich mit einem Nettobeitrag von 12,9 Milliarden Euro, was 0,40 Prozent seiner Wirtschaftsleistung entspricht. Dahinter liegt Frankreich mit 8,2 Milliarden Euro (0,36 Prozent), das Großbritannien mit 5,6 Milliarden Euro (0,24 Prozent) überholte. Weitere Nettozahler ins EU-Budget waren 2016 Italien mit 2,3 Milliarden Euro (0,14 Prozent), die Niederlande mit 2,1 Milliarden Euro (0,30 Prozent), Schweden 1,6 Milliarden Euro (0,33 Prozent), Belgien mit 1,2 Milliarden Euro (0,28 Prozent), Dänemark mit 783,7 Millionen Euro (0,28 Prozent) und Finnland 294,0 Millionen Euro (0,14 Prozent).

EU-Nettozahler und -Empfänger

EU-Nettozahler und -Empfänger© APA EU-Nettozahler und -Empfänger© APA

Größter Nettoempfänger in der Europäischen Union blieb 2016 Polen mit einem Plus von 7,1 Milliarden Euro (1,75 Prozent), welches das Land mehr aus dem EU-Budget herausbekam als es einzahlte. Auf den Rängen zwei und drei der größten EU-Nettoempfänger liegen Rumänien mit 6,0 Milliarden Euro (3,64 Prozent) und Spanien mit 4,3 Milliarden Euro (2,47 Prozent). Gemessen an der Wirtschaftsleistung ist der größte Nettoempfänger Bulgarien mit 4,17 Prozent (2,0 Milliarden Euro). Bei diesem Vergleich der operationellen Haushaltssalden sind die Zolleinnahmen und Verwaltungsausgaben der EU herausgerechnet, weil diese als reine Durchgangsposten betrachtet werden.

Landwirtschaft erhält Löwenteil der EU-Gelder

In absoluten Zahlen führte Österreich laut Finanzbericht im Jahr 2016 einen Beitrag von 2,76 Milliarden Euro nach Brüssel ab. Dem standen Rückflüsse in Höhe von 1,94 Milliarden Euro gegenüber. Der Löwenanteil dieser Rückflüsse entfiel auf den Bereich Landwirtschaft mit 1,36 Milliarden Euro, dahinter liegen EU-Programme zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit wie Forschung, Verkehrs- und Energieinfrastruktur mit 378,5 Millionen Euro und Kohäsionsmittel für strukturschwache Regionen mit 96,9 Millionen Euro.

Berücksichtigt man die Anpassung der EU-Eigenmittel 2014, ergibt sich für Österreich für 2016 ein EU-Nettobeitrag von 967,9 Millionen Euro, 2015 wäre der Betrag demnach 962,2 Millionen Euro gewesen.





Schlagwörter

Europäische Union, EU, Budget

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-11-27 13:52:22
Letzte Änderung am 2017-11-27 14:03:33


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