• vom 30.11.2017, 16:49 Uhr

Europäische Union


EU

Centeno Favorit für Vorsitz der Eurogruppe




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    Brüssel. Portugal, Lettland und die Slowakei bewerben sich um den Vorsitz der Eurogruppe. Der portugiesische Finanzminister Mario Centeno, sein slowakischer Kollege Peter Kazimir und die lettische Ressortchefin Dana Reizniece-Ozola hätten ihre Kandidatur eingereicht, sagten EU-Vertreter am Donnerstag. Als Favorit gilt Centeno. Die Entscheidung soll am Montag beim Treffen der Finanzminister aus der Eurozone in Brüssel fallen. Die Amtszeit des Niederländers Jeroen Dijsselbloem endet am 13. Jänner.

    Dijsselbloem muss den Posten räumen, weil seine sozialdemokratische Partei nicht mehr der Regierungskoalition in Den Haag angehört und der Vorsitz der Eurogruppe traditionell von einem amtierenden Finanzminister ausgeübt wird. Es gibt im Zuge der EU-Reformen aber auch Überlegungen, einen hauptamtlichen Chefposten für das Gremium zu schaffen. Der Eurogruppen-Chef organisiert die regulär einmal im Monat stattfindenden Beratungen der 19 Euro-Finanzminister und lotet Kompromisse in Streitfragen aus. Der Posten wird von dem Gremium mit einfacher Mehrheit für zweieinhalb Jahre vergeben.


    Italien unterstützt Centeno
    Hinter Centeno habe sich bereits die italienische Regierung gestellt, hieß es in Regierungskreisen in Rom. Auch in hochrangigen SPD-Kreisen verlautete, Centeno sei "ein guter Kandidat". Wie Kazimir gehört Centeno zur sozialdemokratischen Parteienfamilie in Europa, was die Chancen beider Kandidaten erhöhen dürfte, da die Präsidenten von EU-Kommission, EU-Rat und EU-Parlament alle aus der konservativen Europäischen Volkspartei kommen. Gewöhnlich werden die Spitzenposten in Brüssel aber im Einklang mit den Machtverhältnissen der Parteien in Europa verteilt. Am Wochenende ist ein Spitzentreffen der europäischen Sozialdemokraten in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon angesetzt.




    Schlagwörter

    EU, Eurogruppe, Mario Centeno

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    Dokument erstellt am 2017-11-30 16:53:10



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