• vom 10.03.2018, 15:26 Uhr

Europäische Union

Update: 11.03.2018, 00:54 Uhr

EU-Kommission

Trump droht EU erneut mit höheren Zöllen auf Autos




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Von WZ Online, APA, dpa, Reuters

  • EU und USA vertagen Gespräche im Streit über Stahlzölle.
  • Auch Trump und Macron sprachen über "Alternativen"

Vor dem Treffen hieß es in Kreisen der EU-Kommission, man erwarte, dass die EU ohne Vorbedingungen oder Verhandlungen voll von den Maßnahmen ausgenommen werde. Dies werde der US-Seite auch so vermittelt. - © APAweb/AP, Stephanie Lecocq

Vor dem Treffen hieß es in Kreisen der EU-Kommission, man erwarte, dass die EU ohne Vorbedingungen oder Verhandlungen voll von den Maßnahmen ausgenommen werde. Dies werde der US-Seite auch so vermittelt. © APAweb/AP, Stephanie Lecocq

Washington. US-Präsident Donald Trump hat den Europäern erneut mit höheren Zöllen auf Autoimporte gedroht - und diesmal nicht nur im Fall von Vergeltungsmaßnahmen für die von ihm verhängten Strafzölle auf Stahl und Aluminium. "Die Europäische Union, wunderbare Länder, die die USA beim Handel sehr schlecht behandeln, beschwert sich über die Zölle auf Stahl und Aluminium", schrieb Trump am Samstag auf Twitter.

"Wenn sie ihre schrecklichen Barrieren und Zölle auf eingeführte US-Produkte fallenlassen, werden wir umgekehrt unsere aufgeben. Großes Defizit. Wenn nicht, erheben wir Zölle auf Autos etc. FAIR!" Derzeit entfallen auf jedes Auto aus US-Produktion, das in Europa fahren soll, zehn Prozent Zoll. In die Gegenrichtung sind es nur 2,5 Prozent.

Trump äußerte sich nach einem Treffen zwischen EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström und dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer am Samstag in Brüssel. Die EU dringt darauf, dass sie - wie Kanada und Mexiko - von den Strafzöllen auf Stahl (25 Prozent) und Aluminium (10 Prozent) ausgenommen wird, die Trump in der vergangenen Woche verkündet hat.

Die Europäer betonen, dass die EU ebenfalls ein enger Verbündeter der EU sei und keine Gefahr für die Sicherheit darstelle, mit der Trump die Zölle offiziell begründet hat. Eine Lösung wurde bei dem Treffen indes nicht gefunden, wie Malmström mitteilte. Demnach soll die Diskussion in dieser Woche fortgesetzt werden.

Trump und Macron sprachen über "Alternativen"

US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron die von ihm verfügten Strafzölle auf Stahl-und Aluminiumimporte verteidigt. Er habe unterstrichen, dass die Entscheidung zum Schutz der nationalen Sicherheit nötig sei, berichtete das Weiße Haus über das Gespräch vom Freitag (Ortszeit).

Beide Präsidenten hätten "alternative Wege" erörtert, die Besorgnisse der USA auszuräumen. Weitere Gesprächsthemen sei das geplante Treffen Trumps mit Staatschef Kim Jong-un über eine "völlige und dauerhafte" Denuklearisierung Nordkoreas gewesen. Auch hätten Trump und Macron die "Gräueltaten" der syrischen Assad-Regierung in Ost-Ghouta sowie von deren Unterstützern Russland und Iran "scharf verurteilt".





Schlagwörter

EU-Kommission, Strafzölle

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Dokument erstellt am 2018-03-10 15:27:16
Letzte Änderung am 2018-03-11 00:54:21


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