• vom 20.08.2018, 15:21 Uhr

Europäische Union

Update: 20.08.2018, 15:37 Uhr

Brexit

Regierung will EU-Arbeitnehmer im Land halten




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Von WZ Online

  • 2,3 Millionen sind in personalintensiven Branchen beschäftigt.

Der Dienstleistungssektor - hier das Londoner Park Plaza Hotel - benötigt die Arbeitnehmer aus der EU.

Der Dienstleistungssektor - hier das Londoner Park Plaza Hotel - benötigt die Arbeitnehmer aus der EU.© Fæ - CC 3.0 Der Dienstleistungssektor - hier das Londoner Park Plaza Hotel - benötigt die Arbeitnehmer aus der EU.© Fæ - CC 3.0

Die britische Regierung dürfte auf die Sorgen von Unternehmern reagieren, die eine Abwanderung zahlreicher Arbeitnehmer nach dem endgültigen Brexit befürchten. Laut einem Bericht des Daily Telegraph Montag sollen EU-Bürger selbst im Falle eines Brexit ohne Abkommen in Großbritannien bleiben dürfen. Entsprechende Richtlinien will die Regierung laut dem Blatt demnächst veröffentlichen.

Die 2,288 Millionen betroffenen Personen hätten demnach auch weiter Zugang zum Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) und zu staatlicher Unterstützung. Dies gelte auch dann, wenn Briten in Zukunft keine vergleichbaren Rechte in den EU-Ländern bekommen würden, hieß es. Hinter dem Plan dürften massive Interventionen personalintensiver Sektoren wie dem Bau- und dem Hotelgewerbe stehen.

Ein Regierungssprecher wollte den Bericht am Montag nicht kommentieren. Downing Street hatte zuvor angekündigt, von diesem Donnerstag an mehr als 70 "technische Anmerkungen" für den Fall eines ungeregelten Ausstiegs aus der Europäischen Union zu veröffentlichen. Sie sollen Hinweise für Firmen, Bürger und öffentliche Einrichtungen enthalten. Alle Hinweise sollen bis Ende September publiziert sein.

Großbritannien will sich am 29. März 2019 von der Staatengemeinschaft trennen. Angesicht zäher Verhandlungen hat die britische Regierung in den vergangenen Wochen zunehmend mit einem Austritt ohne Abkommen gedroht. Brüssel wirft London vor, sich in den Gesprächen einseitig die besten Lösungen auszusuchen.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-08-20 15:36:15
Letzte Änderung am 2018-08-20 15:37:55



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