• vom 29.08.2018, 13:29 Uhr

Europäische Union

Update: 29.08.2018, 13:30 Uhr

Regelungen

EU-Abgeordnete beraten über Digitalsteuer




  • Artikel
  • Lesenswert (2)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZ Online, APA

  • Regner sieht österreichischen EU-Vorsitz gefordert

Brüssel. Europaabgeordnete haben am Mittwoch über eine Besteuerung der Digitalkonzerne diskutiert. Dabei standen zwei Vorschläge der EU-Kommission zur Debatte. Zum einen geht es um die Besteuerung des Geschäfts der großen Digitalkonzerne, zum anderen um die Besteuerung aller Anbieter von digitalen Services.

"Die EU-Kommission hat bei der Digitalsteuer eine vernünftige Lösung in zwei Schritten vorgeschlagen", sagte die SPÖ-Delegationsleiterin Evelyn Regner. "Kurzfristig werden digitale Umsätze von Facebook, Twitter oder Airbnb besteuert und zwar an dem Ort, an dem der Nutzer sich befindet. Dann muss aber auch die 'digitalen Betriebstätte' umgesetzt werden, damit unsere Steuergesetze endlich auch digitale Dienstleistungen erfassen können."

Kosten sollen nicht auf Nutzer abgewälzt werden

Nur so sei sicherzustellen, dass Steuern von den Unternehmen eingehoben und am Ende Kosten nicht einfach auf die Nutzer abgewälzt würden. "Für den österreichischen Ratsvorsitz heißt das: Volle Energie beim Verhandeln der Digitalsteuer und gleichzeitig bei wichtigen Vorbedingungen wie der EU-Körperschaftssteuer und der digitalen Betriebstätte nicht den Kopf in den Sand zu stecken", forderte Regner.

"Viele Internetfirmen zahlen insgesamt weniger als ein Prozent Steuern, während kleine heimische Betriebe im Durchschnitt 26 Prozent zahlen", betonte ÖVP-Delegationsleiter Othmar Karas im Vorfeld. Diese schreiende Ungerechtigkeit könne nur durch einheitliche europäische Regeln für die Besteuerung der Internet-Konzerne und eine europaweite Definition der "digitalen Betriebstätte" beendet werden, so Karas.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-29 13:30:31
Letzte Änderung am 2018-08-29 13:30:53


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Salzburger Kompromisssuche
  2. "Eine tickende Zeitbombe in Mitteleuropa"
  3. Berliner Koalitionsgrauen
  4. Illiberal verbunden
  5. Versetzung Maaßens sorgt bei SPD für Unmut
Meistkommentiert
  1. "Salvini hat mich in eine Falle gelockt"
  2. Salvini im Porzellanladen
  3. EU-Parlament für Strafverfahren gegen Ungarn
  4. "Eine tickende Zeitbombe in Mitteleuropa"
  5. "Europäer werden dicker, dümmer und grantiger"

Werbung



Erläuterung des Ansatzes der Europäischen Union für die Konnektivität zwischen Europa und Asien


Europäische Kommission - Factsheet Brüssel, 19. September 2018 Fragen & Antworten Was bedeutet „Konnektivität“ für die Europäische Union? Bei der Konnektivität geht es in erster Linie um Netze. Dabei kann es sich um Verkehrsverbindungen auf dem Luft-, Land- oder Seeweg handeln.




Europäische Bürgerinitiative: Kommission registriert Bürgerinitiative „Eat original! Unmask your food”


Kommission - Pressemitteilung Europäische Brüssel, 19. September 2018 Das Kollegium der Kommissionsmitglieder hat heute beschlossen, die europäische Bürgerinitiative „Eat original! Unmask your food“ zu registrieren. Das erklärte Ziel der geplanten Bürgerinitiative besteht darin, Ursprungserklärungen für alle Lebensmittel verbindlich zu machen, um Betrug zu verhindern, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen...





Werbung