• vom 11.09.2018, 13:34 Uhr

Europäische Union

Update: 11.09.2018, 13:43 Uhr

Europäische Union

Jährlich rund 400.000 Todesfälle wegen Luftverschmutzung




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von WZOnline, APA

  • EU-Rechnungshof beklagt unzureichenden Kampf gegen Luftverschmutzung.

London unter einer dicken Glocke aus Smog.

London unter einer dicken Glocke aus Smog.© APAweb/AFP, ALESSANDRO ABBONIZIO London unter einer dicken Glocke aus Smog.© APAweb/AFP, ALESSANDRO ABBONIZIO

Brüssel. Die Maßnahmen der EU zum Schutz der menschlichen Gesundheit vor Luftverschmutzung hätten bisher nicht die erwartete Wirkung gezeigt, kritisiert der Europäische Rechnungshof (EuRH) in einem am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Bericht. Jährlich verursache die Luftverschmutzung rund 400.000 vorzeitige Todesfälle in der EU, warnte die in Luxemburg ansässige EU-Behörde.

Zudem beliefen sich die gesundheitsbezogenen externen Kosten auf mehrere Hundert Milliarden Euro. Trotzdem hätte es die EU-Kommission nicht geschafft, die Einhaltung der 2008 eingeführten Grenzwerte durchzusetzen, bemängelten die Rechnungsprüfer in ihrem Bericht.

Belastung vor allem in Osteuropa hoch

Feinstaub, Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon seien diejenigen Luftschadstoffe, die die meisten frühen Todesfälle verursachen würden, auch seien Menschen in städtischen Gebieten besonders gefährdet. Vor allem in den osteuropäischen Ländern sei die gesundheitliche Belastung für die Menschen besonders hoch, so sei diese etwa in Bulgarien, Tschechien, Lettland und Ungarn schwerwiegender als in China und Indien.

"Die Luftverschmutzung ist das größte umweltbedingte Gesundheitsrisiko in der Europäischen Union", betonte Janusz Wojciechowski, das für den Bericht zuständige Mitglied des EuRH. "Die EU-Politik hat in den vergangenen Jahrzehnten zwar dazu beigetragen, die Emissionen zu vermindern, die Luftqualität hat sich jedoch nicht in gleichem Maße verbessert, und die Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit sind nach wie vor erheblich", kritisierte Wojciechowski.





Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-11 13:35:55
Letzte Änderung am 2018-09-11 13:43:36


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. May kämpft um politisches Überleben
  2. Wie es mit Theresa May und dem Brexit weitergeht
  3. Im Alleingang kein Aufschwung möglich
  4. DUP fordert Ablösung Mays
  5. Die Brexit-Rebellen meutern
Meistkommentiert
  1. Merkel warnt vor Rückkehr des Nationalismus
  2. AfD gerät unter Druck
  3. Bundestagsverwaltung nimmt AfD-Parteispenden unter die Lupe
  4. Macrons europäische Friedensfeier
  5. Abgang mit einem Knall

Werbung



Rede von Präsident Jean-Claude Juncker im Europäischen Parlament anlässlich der Debatte zur Zukunft Europas mit Bundeskanzlerin Angela Merkel


Europäische Kommission - Rede - [Es gilt das gesprochene Wort] Rede Straßburg, 13. November 2018   Presidente Tajani, Sehr verehrte Frau Bundeskanzlerin, liebe Angela Merkel, ich bin mit dem, was Sie hier überzeugt vorgetragen haben, voll und ganz einverstanden.




Berichte über Bulgarien und Rumänien im Rahmen des Kooperations- und Kontrollverfahrens


Europäische Kommission - Factsheet Straßburg, 13. November 2018 Berichte über Bulgarien und Rumänien im Rahmen des Kooperations- und Kontrollverfahrens Warum berichtet die Kommission über die Fortschritte bei der Justizreform und der Korruptionsbekämpfung in Bulgarien und Rumänien? Als Bulgarien und Rumänien am 1. Januar 2007 der Europäischen Union beitraten, war die Reform...





Werbung