• vom 14.09.2018, 13:41 Uhr

Europäische Union

Update: 14.09.2018, 13:48 Uhr

Migration

40 Prozent Rückgang bei illegalen Ankünften




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Von WZ Online, APA

  • Frontex zählte heuer 86.500 irreguläre Grenzübertritte.

Die portugiesische Küstenwache kontrolliert einen ihrer Posten.  - © APAweb / AFP, Louisa Gouliamaki

Die portugiesische Küstenwache kontrolliert einen ihrer Posten.  © APAweb / AFP, Louisa Gouliamaki

Warschau/Brüssel. Die Zahl illegaler Einreisen in die EU ist nach Angaben der Grenzschutzagentur Frontex heuer in den ersten acht Monaten gegenüber dem Vorjahr um 40 Prozent zurückgegangen. Insgesamt zählte Frontex 86.500 irreguläre Grenzübertritte, der Rückgang sei auf geringen Migrationsdruck auf der Mittelmeerroute zurückzuführen, teilte Frontex am Freitag mit. Spanien wird zum neuen Eintrittstor in die EU.

Mehr als die Hälfte flüchtet über das westliche Mittelmeer

Bereits das zweite Monat in Folge seien mehr als die Hälfte aller illegalen Grenzübertritte im August an der westlichen Mittelmeerroute festgestellt worden. Die Zahl der illegal Einreisenden in Spanien habe sich im August mit fast 6.500 nahezu verdoppelt im Vergleich zum Vorjahr. Die Migranten kommen hauptsächlich aus Marokko, Guinea und Mali.

Entlang der östlichen Mittelmeerroute kamen im August 4.200 irreguläre Migranten in die EU, das sind um elf Prozent weniger als im August 2017. Über das ganze Jahr gerechnet stieg die Zahl aber um 58 Prozent auf 34.300. Frontex begründet dies mit einem "signifikanten Anstieg irregulärer Grenzübertritte in den letzten Monaten an der Landgrenze mit der Türkei". Die meisten Migranten kommen aus Syrien und dem Irak, im August waren Afghanen die größte Gruppe.

Rückgang von 80 Prozent auf der Mittelmeerroute

Die Ankömmlinge über die Mittelmeerroute via Italien gingen im August um 62 Prozent auf 1.500 zurück. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres verzeichnete Frontex einen Rückgang von 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 19.600. Tunesier und Eritreer sind die größte Bevölkerungsgruppe auf dieser Route.

Die westliche Balkanroute über Serbien nach Ungarn und Kroatien verzeichne nur noch wenige irreguläre Migranten, erklärte Frontex. Allerdings gebe es einen anhaltenden Migrationsdruck auf einer Parallelroute via Albanien, Montenegro sowie von Serbien nach Bosnien-Herzegowina.





Schlagwörter

Migration, Frontex, Mittelmeer

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-09-14 13:43:14
Letzte Änderung am 2018-09-14 13:48:34


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