• vom 07.12.2018, 11:52 Uhr

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Update: 07.12.2018, 15:53 Uhr

CDU-Parteitag

Merkel ruft zur Geschlossenheit auf




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Von WZ Online, APA, AFP, Reuters, dpa

  • Die CDU-Vorsitzende tritt nach gut 18 Jahren ab.
  • Seehofer verteidigt den Mitte-Kurs der Kanzlerin.

Angela Merkel wohnt heute der Wahl ihres Nachfolgers oder ihrer Nachfolgerin bei. - © APAweb / Reuters, Kais Pfaffenbach

Angela Merkel wohnt heute der Wahl ihres Nachfolgers oder ihrer Nachfolgerin bei. © APAweb / Reuters, Kais Pfaffenbach



CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel tritt nach 18 Jahren ab.

CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel tritt nach 18 Jahren ab.© APAweb / DPA, Michael Kappeler CDU-Parteivorsitzende Angela Merkel tritt nach 18 Jahren ab.© APAweb / DPA, Michael Kappeler

Berlin. Die scheidende CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat ihre Partei zur Geschlossenheit nach der Wahl ihres Nachfolgers aufgerufen. Sie wünsche sich, dass die CDU aus dem Parteitag in Hamburg "gut gerüstet, motiviert und geschlossen" herausgehe, sagte Merkel zum Auftakt des Delegiertentreffens am Freitag. Sie sei zuversichtlich, dass dies gelinge. "Wir spüren alle, das ist ein ganz besonderer Parteitag."

Merkel nicht mehr zur Wahl

Merkel stellt sich auf dem Parteitag nach mehr als 18 Jahren nicht mehr zur Wiederwahl. Bisherige Kandidaten für den Vorsitz sind CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz sowie Gesundheitsminister Jens Spahn, der als Außenseiter gilt. Bis 12.30 Uhr konnten die Delegierten weitere Personalvorschläge machen, doch es gab keine weiteren Bewerber.

Nach mehr als 18 Jahren an der Parteispitze stellt sich Merkel nicht mehr zur Wiederwahl. Über ihren Nachfolger stimmen rund 1.000 Delegierte in geheimer Wahl ab, dafür erhielten sie aufklappbare Tischwahlkabinen aus Pappe. Diese lagen auf den Plätzen der Delegierten aus.

Die Wahl gilt auch als Richtungsentscheid: Während die Merkel-Vertraute Kramp-Karrenbauer als Vertreterin eines Kurses der Mitte gilt, werden Merz und Spahn als Kandidaten des konservativen Flügels angesehen. In den vergangenen Tagen hatten sich zunehmend prominente CDU-Vertreter für Merz oder Kramp-Karrenbauer ausgesprochen. Gleichzeitig wurde in der Partei befürchtet, dass das Lager des Verlierers enttäuscht zurückbleibt.

CDU-Präsidiumsmitglied Daniel Günther rief die Bewerber für die Nachfolge von Merkel an der Parteispitze auf, sich unabhängig von ihrem Ergebnis weiter an führender Stelle für die Partei zu engagieren. Sein ausdrücklicher Wunsch sei, "dass alle drei an Bord bleiben, egal wie es ausgeht", sagte der schleswig-holsteinische Ministerpräsident in Hamburg. Es könne natürlich "Enttäuschte" geben. Er wünsche sich allerdings, dass sie sich "in die Pflicht nehmen lassen und der Partei auch weiterhin zur Verfügung stehen".

Der nordrhein-westfälische CDU-Landesvorsitzende Armin Laschet hob die Fähigkeit, "Brücken bauen zu können" als entscheidende Anforderung an den neuen Vorsitzenden oder die neue Vorsitzende hervor. Einen Namen wollte Laschet dabei am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin" nicht nennen, doch wird diese Fähigkeit bisher vor allem Kramp-Karrenbauer zugeschrieben.

 
Quelle: ORF


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Schlagwörter

CDU-Parteitag, Angela Merkel, CDU

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-12-07 11:58:52
Letzte Änderung am 2018-12-07 15:53:31


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