• vom 14.12.2018, 17:46 Uhr

Europastaaten

Update: 15.12.2018, 11:01 Uhr

Gelbwesten

Gelbwesten-Protest trotz Anschlags




  • Artikel
  • Lesenswert (1)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Demonstrationen werden auch nach den Zugeständnissen Macrons fortgesetzt.

Paris. Trotz der Zugeständnisse der Regierung und dem Anschlag in Straßburg wollen am Samstag wieder tausende "Gelbwesten" in Frankreich auf die Straße gehen. Allein in Paris werden in Erwartung neuer Ausschreitungen 8000 Sicherheitskräfte mobilisiert.

Allerdings ist die Gelbwesten-Bewegung nach den jüngsten Ereignissen gespalten, ob sie ihre Proteste fortsetzen soll. Die Polizei in der Hauptstadt trifft ähnliche Sicherheitsvorkehrungen wie am vergangenen Wochenende. Neben 8000 Polizisten seien 14 gepanzerte Fahrzeuge im Einsatz. Ab Freitagabend griffen zudem Kontrollen von Menschen, die nach Paris reisen.


Anders als vor einer Woche sollen jedoch zahlreiche Museen in der Hauptstadt geöffnet bleiben. Paris solle nicht zu einer "toten Stadt" werden.

Vergangenes Wochenende war es bei den vierten landesweiten Protesten an einem Samstag in Folge wieder zu Ausschreitungen gekommen. In ganz Frankreich wurden knapp 2000 Menschen festgenommen, gut die Hälfte davon in Paris.

Präsident Emmanuel Macron hatte dann zu Wochenbeginn einen Zuschlag von 100 Euro monatlich für Mindestlohn-Bezieher angekündigt, die Befreiung von Überstunden-Zuschlägen von Steuern und Abgaben sowie Entlastungen für Pensionisten mit weniger als 2000 Euro monatlich. Die Maßnahmen gehen aber nicht allen weit genug.

Unterdessen wird nach möglichen Komplizen des Straßburger Attentäters Cherif Chekatt gefahndet. Zudem ist die Zahl der Todesopfer auf vier gestiegen. Der mutmaßliche Täter ist am Donnerstag in Straßburg von der Polizei erschossen worden.




Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2018-12-14 17:58:51
Letzte Änderung am 2018-12-15 11:01:19



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Die Rache der alten Eliten
  2. "Offene Kriegserklärung" an die EU
  3. Auch Griechenland wechselt nun Verkehrstafeln aus
  4. Finanzminister empfehlen Philip Lane
  5. "Es war ein Freudenfest"
Meistkommentiert
  1. EU-Mitgliedschaft bedeutet Österreichern immer mehr
  2. Spanien vor der Machtprobe
  3. EuGH-Anwalt lehnt Österreich-Klage ab
  4. "Offene Kriegserklärung" an die EU
  5. May will keine Zollunion mit EU

Werbung




Werbung