Skopje. Die letzte Hürde ist genommen: Das mazedonische Parlament hat am Freitagabend die Umbenennung des südlichen Balkanlandes in Nord-Mazedonien beschlossen. Für die entsprechende Verfassungsänderung stimmten 81 der 120 Abgeordneten, womit die vorgeschriebene Zweidrittelmehrheit erreicht wurde.

Die Umbenennung des Landes ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass Mazedonien den Namensstreit mit Griechenland beilegen kann. Damit würde für Mazedonien der Weg zur Aufnahme in Nato und EU frei, was Athen bisher blockiert hat.

Nach der Erringung der Unabhängigkeit im Prozess des Zerfalls Jugoslawiens im Jahr 1991 wurde das Land unter dem Namen Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien (englische Abkürzung: FYROM) Mitglied der Vereinten Nationen. Griechenland besteht seitdem auf einer Namensänderung, weil eine Provinz im Norden des Landes ebenfalls den Namen Mazedonien (Altgriechisch: Makedonia) trägt.

Lob aus Österreich

Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) würdigte das Votum des Parlaments: Es könne "ohne Übertreibung als historisch gewertet werden", betonte Kneissl am Freitag in einer Aussendung. Und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bezeichnete das Votum über die Annahme der Verfassungsänderung auf Twitter als "sehr ermutigend".