• vom 17.01.2019, 17:46 Uhr

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Update: 17.01.2019, 18:19 Uhr

Aleksandar Vucic

Ein Hirtenhund für Putin




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  • Präsent mit Kosovo-Symbolik von Serbiens Vucic.

Wladimir Putin (l.) und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. - © APAweb, afp, Andrej Isakovic

Wladimir Putin (l.) und Serbiens Präsident Aleksandar Vucic. © APAweb, afp, Andrej Isakovic

Belgrad. Russlands Präsident Wladimir Putin verschenkt gerne Hunde, bekannt hierzulande sind seine vierbeinigen Präsente an den damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil. Bei Putins Besuch in Serbien am Donnerstag soll er von Gastgeber und Amtskollege Aleksandar Vucic einen dreimonatigen Hirtenhund der Rasse Sarplaninac erhalten haben, berichten lokale Medien.

Es ist ein symbolträchtiges Geschenk, ist doch die Hunderasse nach dem zwischen dem Kosovo und Mazedonien gelegenen Gebirge Sar Planina benannt. Serbien lehnt die Anerkennung der im Februar 2008 verkündeten Unabhängigkeit des Kosovo, seiner einstigen Provinz, nach wie vor ab. Die Kosovo-Frage stand auch im Mittelpunkt der Gespräche zwischen Putin und Vucic.


Wie die Tageszeitung "Politika" unter Berufung auf Juri Uschakow, Berater Putins, berichtete, werde Moskau nur eine für beide Seiten - Belgrad und Prishtina - annehmbare Lösung der Kosovo-Frage akzeptieren. Russland sei der Ansicht, dass jede Lösung im Einklang mit internationalem Recht stehen und vom UN-Sicherheitsrat bestätigt werden müsse.

Protest in der Vojvodina
"Wir sind Brüder", wurde im Norden des Kosovo, wo Serben leben, plakatiert. Putins Besuch wird aber nicht überall begrüßt. In mehreren Städten in der Vojvodina sind Aufkleber mit der Aufschrift "Putin go home" aufgetaucht. Unterzeichnet wurden sie von einer Organisation, die sich "Junge Vojvodina" nennt. In der Hauptstadt der autonomen serbischen Provinz, Novi Sad, wurde auch ein Spruchband mit der Aufschrift "Serbien ist nicht Russland" angebracht.




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Dokument erstellt am 2019-01-17 17:59:26
Letzte Änderung am 2019-01-17 18:19:25



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